Pinkafeld wurde nach 20 Jahren wieder Cupsieger

Der SC Pinkafeld ist der Cup-Sieger 2018/19
14Bilder
  • Der SC Pinkafeld ist der Cup-Sieger 2018/19
  • Foto: Eigenes Werk
  • hochgeladen von Heinz Bundschuh

Dem SC Pinkafeld gelang in Güssing die Wiederholung des Cuptriumphs von 1999. Vor rund 600 Zusehern sicherten sich Dominik Luif, Christoph Saurer und Co mit einem 4:2-Sieg gegen den Hausherrn Güssing nicht nur den begehrten Cup-Titel sondern auch einen Startplatz im ÖFB-Cup. Dementsprechend groß war gegen 20 Uhr der Jubel unter den zahlreich mitgereisten Fans als SCP-Kapitän Dominik Luif aus den Händen von Landesrätin Verena Dunst den Pokal überreicht bekam und ihn vor der ehrwürdigen Kulisse des Burgberges in den Güssinger Himmel stemmte.

Favoritenschreck Güssing ging in Führung

Da einerseits der SC Pinkafeld mit zwei Niederlagen und einer Tordifferenz von 0:7 aus diesen Partien anreiste und andererseits der SV Güssing mit dem Meistertitel der II. Liga Süd enorme Energie getankt hatte, waren in Vorfeld dieses Spiels die Chancen durchaus gleich auf beide Mannschaften verteilt. Der SV Güssing hatte sich außerdem in diesem Cupbewerb als Favoritenschreck erwiesen und nicht nur zwei Burgenlandliga-Vereine sondern auch den haushohen Favoriten Neusiedl am See aus dem Bewerb gekickt.

Diese Rolle als Favoritenschreck sollte der SV Güssing auch in den ersten 30 Minuten der Partie weiterspielen. Die Gäste aus Pinkafeld übernahmen gleich von Beginn an die Initiative in diesem Spiel. Über viel Ballbesitz versuchte man sich Chancen zu erarbeiten. Die heimische Elf wiederum ließ sich in die eigene Hälfte zurückfallen, um auf den Konter zu lauern und in schnellen Gegenstößen zum Torerfolg zu kommen. Diesen Gefallen taten ihnen die Pinkafelder in der ersten halben Stunde dieses Finales. Aus einem dieser Konter erzielte Marc Mazetti das 1:0 für die Hausherren. Die SCP-Defensivabteilung erwies sich auch nach diesem Tor für Konter anfällig und es war Goalie Andi Diridl zu verdanken, dass kein weiteres Tor fiel. Der SCP-Schlussmann, der manchmal als elfter Feldspieler agierte, konnte so durch Herauslaufen gefährliche Aktionen des SV Güssing unterbinden.

Nach 30 Minuten kippte die Partie zugunsten der Pinkafelder

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen bat der großteils souverän agierende Schiri Manuel Gregorits die Mannschaften zu einer Trinkpause. Diese kurze Unterbrechung leitete die Wende in diesem Spiel ein, denn die an Ballbesitz dominierenden Pinkafelder konnten diese Dominanz nun auch in Chancen und in weiterer Folge auch in Tore umsetzen. Der erste Torschrei blieb den mehr als 200 mitgereisten SCP-Fans noch in der Kehle stecken, denn Anze Kosnik hatte einen Stangler vom überragenden Christoph Saurer knapp am Tor von GSV-Schlussmann Martin Knar vorbeigesetzt.

Der nächste Stangler von Christoph Saurer fand dann jedoch in Minute 34 in der Person von Dominik Sperl einen erfolgreichen Abnehmer, der den Ball trotz massiver Güssinger Gegenwehr über die Linie bugsierte.
„Man of the Match“ Christoph Saurer legte fünf Minuten später nach, als er einen hinter die GSV-Abwehr gespielten Ball erlief und neben dem herauslaufenden Martin Knar ins heimische Tor vorbeischob.

Einem giftigen Saurer-Eckball entsprach auch Tor Nummer drei. Der Güssinger Mark Horvath war der Unglücksrabe, der den Ball, hart bedrängt von Michael Pahr und Anze Kosnik, ins eigene Tor lenkte. Damit war schon vor der Pause eine Vorentscheidung gefallen.

Christoph Saurer entschied das Finale

In Minute 50 entschied dann Christoph Saurer endgültig die Partie. Dabei erhielt er an der rechten Strafraumgrenze den Ball und lief mit ihm quer zum Tor die 16er-Linie entlang, um dann auf der linken Seite in den Strafraum einzudringen und Martin Knar mit einem satten Schuss zu bezwingen.

Der eingewechselte Michael Kulovits hätte die Partie noch einmal spannend machen können, aber sein Flugkopfball streifte nur die Oberseite der Querlatte. So konnte der SCP das Spiel weitgehend mit viel Ballbesitz kontrollieren. Die Güssinger hatten dabei meist das Nachsehen, nur in Minute 79 gelang es Martin Rasser der Gästeabwehr zu enteilen und noch einen Treffer für seine Farben zu erzielen. Für eine nachhaltige Wende in diesem Spiel kam dieser Treffer aber zu spät.

Als Schiri Manuel Gregorits die Partie nach rund 94 Minuten abpfiff, kannte der Jubel auf Pinkafelder Seite keine Grenzen, hatte man doch genau zwei Jahrzehnte warten müssen, um einen derartigen Erfolg zu feiern.

Die Güssinger, die einen hervorragenden, freundlichen Gastgeber abgaben, konnten sich nicht nur mit dem Meistertitel trösten, sondern auch mit der Tatsache, dass es zum Saisonausklang noch ein tolles Fußballfest im ehrwürdigen Güssinger Stadion gab.

Matchdetails:

Güssing - Pinkafeld 2:4 (1:3)

Montag, 10. Juni 2019, Güssing, 600 Zuseher, SR Manuel Gregorits

Tore:
1:0 Marc Handel Mazetti (12.)
1:1 Dominik Sperl (34.)
1:2 Christoph Saurer (39.)
1:3 Mark Horvath (45+1., Eigentor)
1:4 Christoph Saurer (52.)
2:4 Roman Rasser (80.)

Güssing: M. Knar - M. Horvath, K. Zinkl - J. Jandrisevits - R. Rasser - C. Urban - M. Handel Mazetti (67. M. Antoni) - P. Lang - R. Radakovits (55. M. Kulovits), D. Garger - J. Laky (81. J. Kroboth); N. Kloiber, P. Weber
Trainer: Hannes Winkelbauer

Pinkafeld: A. Diridl - D. Luif - H. Gamperl, M. Pahr (75. T. Reisenhofer) - A. Kosnik - C. Plank - M. Oberrisser (90. M. Pfeiffer), G. Hart (81. F. Wohlmuth) - S. Diridl - D. Sperl, C. Saurer; D. Kayer, F. Prochazka
Trainer: Florian Hotwagner

Karten:
Gelb: Mark Horvath (21., Foul), Christoph Urban (90+2., Unsportl.), Roman Rasser (90+2., Unsportl.) bzw. Stefan Diridl (57., Foul), Anze Kosnik (60., Unsportl.), Christian Plank (82., Kritik), Fabian Wohlmuth (89., Foul)

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen