Tour-Dominator rettet Sieg um zwei Sekunden

Landesradsport-Präsident Edmund Berlakovich und ASKÖ Burgenland-Präsident Christian Illedits mit den Top 3 der Gesamtwertung: Jonas Rutsch, Jasper Philipsen und Marc Hirschi
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  • Landesradsport-Präsident Edmund Berlakovich und ASKÖ Burgenland-Präsident Christian Illedits mit den Top 3 der Gesamtwertung: Jonas Rutsch, Jasper Philipsen und Marc Hirschi
  • hochgeladen von Michael Strini

Die 29. ASKÖ Radjugendtour ging traditionell mit der Schlussetappe in Bad Tatzmannsdorf am 15. August zu Ende. Insgesamt 23 Teams aus 18 Nationen gingen an den Start. Mit Jakob Oswald war auch wieder ein Burgenländer - der dritte nach Rene Haselbacher und Dominik Imrek - mit dabei.
Wieder bot die "Königsetappe" der Tour jede Menge Spannung, wurde der Toursieg erst auf den letzten Metern entschieden.

Jasper Philipsen dominierte

Der Belgier Jasper Philipsen war der große Star dieser Radjugendtour 2014. Nach dem Mannschaftszeitfahren beim Prolog in Lutzmannsburg hatte der Däne Julius Johansen das Rose ASKÖ-Trikot übergestreift.
Aber bereits bei der ersten Etappe schlug Philipsen zu. Er siegte in Deutsch Tschantschendorf im Zielsprint vor dem Deutschen Niklas Märkl und Frederik Madsen aus Dänemark. Auch die zweite Etappe ging an den Belgier, der den Massensprint in Schwarzau am Steinfeld knapp vor Ziga Jermen (Slowenien) und Niklas Märkl für sich entschied. In der dritten Etappe in Ternitz hieß der Sieger abermals Jasper Philipsen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen verwies er Niklas Märkl und Reto Müller (Schweiz) auf die Plätze.

Heißes Rennen um den Sieg

Besondere Spannung bot die Schlussetappe in Bad Tatzmannsdorf, die gerne als "Königsetappe" bezeichnet wird und schon so manche Überraschung mit sich brachte.
76,4 Kilometer galt es für die U17-Fahrer zu bewältigen mit Bergwertungen in Mariasdorf und Sprintwertungen in Stadtschlaining. Der Belgier Jasper Philipsen ging nach drei Etappensiegen als Führender mit einem Vorsprung von 6 Sekunden auf den Deutschen Niklas Märkl und 21 Sekunden auf Gerben Thijssen (Belgien) ins Rennen und versucht seinen Titel abzusichern. Die Geschlossenheit des Feldes zeigte sich auch in der Statistik - 62 Fahrer lagen innerhalb von gerade 35 Sekunden. Damit war Spannung auf der letzten Etappe garantiert.
Philipsen holte sich die erste Sprintwertung in Stadtschlaining und somit wichtige Punkte für die Endabrechnung. Danach bildete sich eine Spitzengruppe von bis zu 10 Mann, die einen Vorsprung von 25 Sekunden herausfuhr. Tadej Pogacar gewann die erste Bergwertung, die Spitzengruppe holte in der 3. Runde einen Vorsprung aufs Feld von 50 Sekunden heraus. Die zweite Sprintwertung geht an Reto Müller. Philipsen rutschte mit dem Feld zeitmäßig weiter zurück und verlor somit zwischenzeitig auch den Sieg an die Spitzengruppe.

Rutsch Etappensieger

Bei der letzten Zieldurchfahrt betrug der Vorsprung der nun sieben Mann starken Spitzengruppe 1,15 Minuten. Damit schien der Gesamtsieg von Dominator Philipsen schon in weite Ferne gerückt. "Ich gebe ihn nicht auf. Ich bezweifle eher, dass er den Gesamtsieg noch hergibt. Sein Team wird alles aus sich herausholen, um ihn wieder heranzubringen", war zu dem Zeitpunkt Jakob Oswald überzeugt, der beim Heimrennen bereits aufgeben musste.
Er sollte Recht behalten. Pogacar gewinnt die zweite Bergwertung. Weitere Ausreißversuche werden unterbunden, das Feld macht - angetrieben von den Belgiern - Druck und kommt auf den letzten Kilometern näher.
Im Zielsprint jubelt Jonas Rutsch aus Deutschland vor dem Schweizer Marc Hirschi (Uster Flatera) und dem Niederländer Nils Eekhoff (Volharding Wilton Cycling). Jasper Philipsen wird 16. mit 24 Sekunden Rückstand. Bester Österreicher auf der Schlussetappe wurde Markus Wildauer (Nationalteam) mit Rang 7.
Etappensieger Jonas Rutsch: "Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, da ich groß und schwer bin. Aber ich konnte mich mit absetzen und so gewinnen."

Sekundenentscheidung

Dann beginnt die Rechnerei um den Gesamtsieg. Am Ende entscheiden zwei Sekunden zugunsten des Dominators und die Wertungspunkte. Rutsch hatte mit seinen 12 Sekunden Gutschreibung Philipsen überholt, doch der Sprintsieg bei der ersten Wertung in Stadtschlaining (3 Sekunden Bonus) "retteten" dem Belgier quasi den Titel.
"Ich habe nie mit dem Sieg gerechnet, es ist wie ein Traum. Nun muss ich mich für die Zukunft vorbereiten und an mir arbeiten", so der strahlende Jasper nach dem Rennen.
Platz 2 in der Gesamtwertung holte sich Jonas Rutsch (2 Sekunden Rückstand) vor Marc Hirschi (4 Sekunden zurück). Niklas Märkl rutschte mit 7 Sekunden Rückstand knapp aus den Top 3 heraus, darf sich aber mit dem Trikot des "Besten Youngsters" trösten.
Bester Österreicher wurde Markus Wildauer vom Nationalteam mit Rang 10. Mit Marco Friedrich (18.), Mario Gamper (20.), Florian Kierner (21.) und Florian Friedrich (28.) schafften es vier weitere Österreicher unter die Top 30 der Gesamtwertung. Jakob Oswald belegte am Ende Rang 107.
Markus Wildauer war zufrieden: "Es war heute schwierig, mit den Fahrern die sich abgesetzt haben und keiner ist mehr wirklich nachgefahren. Aber es war gesamt eine gute Woche und ich bin zufrieden."

Die Wertungsieger

In der Punktewertung gewann Jasper Philipsen (45 Punkte) vor Niklas Märkl (34) und Nils Eekhoff (21).
Bester Kletterer 2014 ist der Däne Lund Rasmus Pedersen (16) vor dem Slowenen Tadej Pogacar (12) und Marc Hirschi (9).
Nummer 1 im Sprint wurde Gerben Thijssen (18) vor Niklas Märkl (13) und Reto Müller (6).
Das Mannschaftsklassemant gewann das Schweizer USTER Flatera-Team vor Deutschland und Slowenien. Österreich erreichte Rang 5, das Tschibo-Regionalteam belegte Platz 15, das ASKÖ-Team Rang 23.

Erfahrungen sammeln

Für den einzigen Burgenländer, Jakob Oswald, verlief der Auftritt weniger erfolgreich: "Es ist Schade, dass nicht so gut gelaufen ist, wie ich es mir erhoffte. Ich war in der 1. und 3. Etappe in einen Sturz verwickelt. Beides war vermeidbar. Die 2. Etappe war komplett verregnet und deshalb auch schwierig zu fahren. Bei der 4. Etappe war es nach Mariasdorf rauf richtig zach und dann konnte ich das Tempo einfach nicht mehr halten. Für mich war es aber wichtig dabei zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Im Vorjahr habe ich es verpasst, heuer die Qualifikation geschafft. Jetzt sind erstmal ein paar Tage Ruhe angesagt, ehe es zu den nächsten Rennen geht. Ich habe heuer noch einiges vor!"

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