2 PS plus Motor
Güssinger Elektro-Pferdekutsche als neue Tourismus-Attraktion (+ Video)

An der Jungfernfahrt in Güssing nahmen Vertreter von Tourismus, Energieforschung, Politik und Medien teil.
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Eine Pferdekutsche mit Elektroantrieb - mit dieser laut Tourismusverbands-Obmann Martin Ochsenhofer "schrägen Geschichte" soll Gästen im Südburgenland eine neue Attraktion geboten werden.

Kutsche mit High-Tech

Dabei wird das althergebrachte Transportmittel Kutsche mit High-Tech kombiniert. Vorne sind zwei Pferde eingespannt, in der Kutsche ist ein eigens für diesen Zweck konstruierter 10-kW-Elektromotor eingebaut, der mittels Kettenantrieb die Hinterräder antreibt. Als Energieversorger dient ein Lithium-Batterie-Akkupack.

Wie ein E-Bike für Pferde

"Vergleichbar ist das Ganze mit einem E-Bike. Die Pferde werden durch den Motor unterstützt. Je nach Geländeneigung kann der Kutscher mehr oder weniger Motorleistung dazuschalten", erklärt Joachim Hacker vom Europäischen Zentrum für erneuerbare Energie in Güssing.

Platz für bis zu 16 Personen

Angesprochen werden sollen mit der "Elektrokutsche" vor allem Gästegruppen. Das eigens angefertigte geschlossene Gefährt hat Platz für bis zu 16 Personen, ist dank Sitzheizung bei jeder Witterung benützbar, mit Audio- und Video-Anschlüssen ausgestattet und mit einem geräumigen Getränke-Kühlschrank bestückt.

Für Besuchergruppen

Der Tourismusverband Südburgenland hat mehrere Verwendungszwecke im Auge: Gruppenfahrten, "Linienfahrten" wie etwa von Güssing ins Heiligenbrunner Kellerviertel, Rundtouren über einen Tag oder auch über mehrere Tage. "Wir denken an Zielgruppen wie Hochzeiten, Betriebsausflüge, Hotelgäste oder Polterrunden", erläutert Harald Popofsits vom Tourismusverband.

Die Tagesdistanzen können bis zu 70 Kilometer weit reichen, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei rund 10 km/h. Eine Buchung wird je nach Dauer und Länge zwischen 300 und 600 Euro pro Tag kosten.

Burgenländisch-steirisch-slowenische Geschichte

Das Modell der Elektro-Pferdekutsche ist eine echte Novität. Gleichzeitig mit dem in der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing stationierten Fuhrwerk gehen zwei weitere in Piber (Steiermark) und Murska Sobota (Slowenien) in Betrieb. Das regionenübergreifende Projekt wird zu 80 % aus EU-Mitteln gefördert, die Kosten für die Güssinger Konstruktion belaufen sich auf 75.000 Euro.

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