18.10.2014, 00:30 Uhr

"Impfungen können Kinderleben retten"

Kinderarzt Peter Arends: "Ansteckungsrisken dürfen nicht unterschätzt werden".

Kinderarzt Peter Arends registriert bei jungen Eltern zunehmende Impfmüdigkeit

"Ich habe mich eh im Internet schlau gemacht." Das ist die häufigste Begründung, die der Güssinger Kinderarzt Peter Arends auf die Frage hört, warum immer mehr Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen. "Dabei sind Impfungen eine Art Sicherheitsgurt für das Immunsystem", so der langjährige Impfreferent der burgenländischen Ärztekammer.

Nur noch rund 70 % der Eltern lassen ihre Kinder impfen. "Ihrer Wahrnehmung nach existieren die Krankheiten heutzutage nicht mehr. Die Ansteckungsrisken sind aber nach wie vor vorhanden, etwa durch Auslandsaufenthalte oder den Kontakt mit Überträgern", warnt Arends.

Die wichtigsten Impfungen sind für Eltern nach wie vor gratis: die Sechser-Kombination (Polio, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis, Hämophilus), die Dreier-Kombination (Masern, Mumps, Röteln) sowie die Impfungen gegen Rotaviren und Pneumokokken.

Nicht kostenlos, aber laut Arends trotzdem dringend anzuraten ist die Impfung gegen Meninkokokken. "Eine Gehirnhautentzündung kann das zentrale Nervensystem auf Dauer schädigen und sogar binnen 24 Stunden zum Tod führen", warnt der Experte.

Auch die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs empfiehlt Arends nachdrücklich. "Sie ist für Buben und Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren gratis und bietet Schutz vor bösartigen Tumoren."
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 03.11.2014 | 09:16   Melden
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