15.11.2016, 12:52 Uhr

Filmabend in Bildein erinnerte an Ungarn-Aufstand

Von links: Bgm. Walter Temmel, Gerhard Krutzler; 
Örs Csete, Gerhard Baumgartner, BR Marianne Hackl, Rudolf Strommer, Walter Purker, ehem. Bgm. von Pernau (Foto: Adella Glocknitzer)
Die Revolution und der Freiheitskampf im Ungarn von 1956 standen im Mittelpunkt eines Informationsabends mit Gerhard Baumgartner vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes. Ein Dokumentarfilm zeigte teilweise unbekannte, nicht veröffentlichte Aufnahmen des Aufstandes und der darauf folgenden Flucht Hunderttausender.

Der Film basiert hauptsächlich auf Originalaufnahmen und persönlichen Erzählungen des legendären ORF-Reporters Otto Pammer.

Die Veranstaltung eröffneten Bgm. Walter Temmel, und Rudolf Strommer, Zweiter Präsident des Burgenländischen Landtags.

Der Ungarn-Aufstand vor 60 Jahren

Die Revolution begann am 23. Oktober 1956 mit einer friedlichen Großdemonstration der Studenten gegen das kommunistische Regime in Budapest, die demokratische Veränderungen forderten. Die Regierung ließ am Abend in die schnell wachsende Menge schießen, daraufhin brach der bewaffnete Kampf aus.

Der Freiheitskampf endete mit der Invasion der durch Einmarsch verstärkten übermächtigen Sowjetarmee, die am 4. November 1956 eine pro-sowjetische Regierung unter János Kádár installierte.

Nach dem durch blutige Kämpfe niedergeschlagenen Aufstand begann eine Massenflucht über das seit 1955 von der Sowjetunion nicht mehr besetzte Österreich in den Westen. Viele der Flüchtlinge fuhren nach Übersee, etwa 70.000 blieben dauerhaft in Österreich. Insgesamt flohen in diesen Wochen 198.000 Ungarn ins westliche Ausland.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch eine Fotoausstellung von Örs Csete mit Porträts ehemaliger bewaffneter Freiheitskämpfer eröffnet.
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