15.03.2017, 14:03 Uhr

Holz-Türme im Bezirk Güssing ein Auslaufmodell

Das frühere Feuerwehrhaus von Krottendorf bei Güssing dient nun als Mehrzweckhaus.

Nur wenige der alten Feuerwehrhaus-Aufbauten sind heute noch zu sehen.

In Eisenhüttl hat man sich im Jahr 2016 dazu entschlossen. Der hölzerne Turm des Feuerwehrhauses war morsch geworden, eine Sanierung zahlte sich nicht aus, der Turm wurde abgebaut.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind viele der hölzernen Türme im Südburgenland verschwunden. Denn in den neuen Feuerwehrhäusern werden sie nicht mehr benötigt. "Früher wurden in den Türmen die Wasserschläuche, die aus Trevira bestanden, zum Trocknen aufgehängt", erklärt der Rudersdorfer Abschnittsbrandinspektor Ewald Schnecker. "Mittlerweile sind die Schläuche aus Kunststoff und innen gummiert, das Trocknenlassen erübrigt sich."

Während die Holzaufbauten früherer Tage, an denen sich speziell versierte Feuerwehrleute auch im Klettern übten, im Bezirk Jennersdorf praktisch verschwunden sind, gibt es im Bezirk Güssing noch einige von ihnen. An bestehenden Feuerwehrhäusern sieht man sie vor allem in kleinen Orten noch: in Kroatisch Tschantschendorf, in Gaas, in Sumetendorf, in Winten. Auch ehemalige Feuerwehrhäuser, die noch nicht abgerissen wurden, kann man mit Turm noch entdecken, etwa in Tschanigraben, Gerersdorf oder Heugraben.

Eine Ausnahme bildet das frühere Feuerwehrhaus von Krottendorf bei Güssing, das mittlerweile als Mehrzweckhaus dient: Hier wurde der Turm seinerzeit nicht auf das Dach aufgesetzt, sondern in voller Höhe seitlich ans Gebäude angebaut.

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