10.10.2014, 21:16 Uhr

Olbendorfer Kriegerdenkmal erinnert in neuer Weise

Die Verlegung des Kriegerdenkmals zum Eingang des neuen Friedhofs hat sich bewährt, sagt Bgm. Wolfgang Sodl.

Segnung am 12. Oktober

Alois Tury heiratete am 13. Jänner 1940 seine Braut Anna. Zwei Tage später musste er an die Weltkriegsfront einrücken. Er kehrte nie mehr zurück.

An solche und ähnliche Schicksale von Olbendorfer Soldaten erinnert das neue Kriegerdenkmal am Eingang zum neuen Friedhof. "Das alte Kriegerdenkmal war in einem schlechten Bauzustand, die neun Aufgangsstufen waren für ältere Menschen eine Hürde", erläutert Bürgermeister Wolfgang Sodl.

Neuer Aufstellungsort

Der Gemeinderat hat sich daher einstimmig dafür entschieden, das alte Denkmal abzutragen. Statt wie bisher an der vielbefahrenen Hauptstraße steht das Mahnmal an die Olbendorfer Opfer der Weltkriege nun am Eingang des neuen Friedhofs.

Es besteht aus drei Granitsäulen, in die die alten Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen eingebettet wurden. 69 Olbendorfer fielen im Ersten, 133 im Zweiten Weltkrieg.

Sanierung des alten Friedhofs

Die Arbeiten wurden zeitgleich mit der Sanierung des alten Friedhofs durchgeführt. Dort wurden 149 Grabstellen aufgelassen und viele steile Stellen eingeebnet. Die Gehwege haben eine energiesparende LED-Beleuchtung erhalten.

"Die Verlegung hat sich sehr bewährt", berichtet Sodl. "Nun können viele einen Friedhofs- oder Begräbnisbesuch mit dem Gedenken vor dem Kriegerdenkmal verbinden."

Segnung

Am Sonntag, dem 12. Oktober, werden der umgestaltete alte Friedhof und das neue Kriegerdenkmal ihrer Bestimmung übergeben. Um 10.15 Uhr beginnt der Gottesdienst, anschließend folgen die Segnung und eine Agape.

Regionale Firmen waren am Werk

Konzipiert wurden das neue Kriegerdenkmal und die Friedhofsumgestaltung vom Gerersdorfer Planungsbüro Günter Peischl. Die Generalausführung lag in den Händen der Baufirma Mandlbauer. Das Denkmal wurde vom Unterwarter Steinmetz Wolfgang Kalman angefertigt. Von der Gärtnerei Jeitler stammt die Außengestaltung, von der Tobajer Holzbaufirma Z + H Weber der Turm der Leichenhalle, von der Stegersbacher Spenglerei Peischl kamen die Geländer und von der Fa. Licht & Service die Beleuchtung.
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