27.11.2017, 13:51 Uhr

Julia Dujmovits ist bereit für die Olympiasaison

Die Snowboard-Olympiasiegerin aus Sulz trainiert noch bis zum 30. November in den USA. (Foto: Tobias Holzer)

Im Interview: Den letzten Teil ihrer Vorbereitung bestreitet Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits derzeit in den USA.

BEZIRKSBLATT: Wie und wo trainierst Du derzeit in Amerika?
DUJMOVITS: Ich bin seit dem 10. November in Copper Mountain, Colorado. Zuerst lag der Fokus auf dem Feintuning des Materials und den letzten technischen Einstellungen. Jetzt genieße ich es, in feinen Nuancen an den Schrauben zu drehen. Bevor es am 30. November nach Österreich geht, habe ich unterschiedlichste Kursvarianten getestet.

Wie ist die Saisonvorbereitung verlaufen?
Ich hab meine Hausaufgaben gemacht, das gibt ein gutes Gefühl. Jetzt konzentriere ich mich darauf, die eigenen Limits zu pushen und die Performance mit jeder Trainingsfahrt mehr und mehr auszubalancieren. Beim ersten Weltcup-Rennen in Carezza möchte ich topfit und hellwach am Start stehen. Ich freue mich wenn es endlich losgeht.

Welches sind die ersten Weltcup-Rennen, die Du bestreitest?
Im Anschluss an Carezza am 14. Dezember geht es nach Cortina, nach Neujahr auf den Ötscher.

Wen schätzt Du als Deine stärksten Konkurrentinnen ein?
Jede Top-Läuferin im Weltcup hat das Potenzial, ganz vorne mitzumischen. Mit Daniela Ulbing als Sparringpartnerin gibt es beispielsweise regelmäßige Bestzeitjagden. Auch Ester Ledecká wird in der Vorbereitung bestimmt nicht geschlafen haben.

Steht der Weltcup oder Olympia heuer im Vordergrund?
Da gibt es kein Entweder-Oder. Ich bin Spitzensportlerin und möchte bei jedem Rennen meine beste Performance zeigen. Olympisches Gold ist das große Saisonziel, aber jedes Weltcup-Rennen auf dem Weg nach Pyeongchang ist ein wichtiger Meilenstein.

Hast Du Sorge, dass die politische Korea-Krise die Spiele beeinträchtigen könnte?
Nein. Ich glaube, genügend Menschen weltweit richten die Augen während den Spielen auf mögliche Konflikte. Ich konzentriere mich auf die Spiele und wünsche mir, dass viele Menschen auf dieser Welt diese Begeisterung teilen können.

Wie stehst du zur Absage Tirols für eine Olympia-Bewerbung?
Ich persönlich finde es schade. Olympische Spiele sind eine Chance, für die Menschen und das Land. Spiele in Tirol wären eine großartige Möglichkeit gewesen, insbesondere den jungen Leuten eine neue wintersportliche Perspektive zu eröffnen.

Ist das heuer deine letzte Saison?
Sportlich denke ich derzeit an nichts anderes als an die kommende Saison und die Olympischen Spiele.

Wann bist du heuer daheim in Sulz?
Ich habe noch keine genauen Pläne. Aber bestimmt wird es zwischen Training und Weltcup einen Kurzbesuch bei der Family geben.
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