22.11.2016, 07:00 Uhr

Klaus Luisser bei Eintracht Frankfurt: "Ich strebe immer nach Höherem"

Klaus Luisser hält die Fußball-Profis von Eintracht Frankfurt als Athletiktrainer fit. (Foto: Eintracht Frankfurt)

Der Krottendorfer Klaus Luisser ist Athletik-Trainer für den deutschen Fußball-Bundesliga-Verein Eintracht Frankfurt. Die Bezirksblätter baten ihn zum Interview.

Bezirkblätter: Was genau sind ihre Aufgaben als Athletik-Trainer bei Eintracht Frankfurt?

Klaus Luisser: "Ich bin Hauptverantwortlich für folgende Schwerpunkte der ersten Mannschaft: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination und Analysen von GPS- und Laufdaten im Spiel und Training. Ich durfte mir einen Fitnesstrainer aussuchen und habe den Trainer der zweiten Dortmunder Mannschaft gewählt. Wir teilen uns jetzt die Aufgaben auf, wobei er mehr mit den verletzten Spielern arbeitet. Insgesamt sind es circa 30 Kaderspieler."

Was waren ihre Gründe für einen Wechsel von Gladbach nach Frankfurt?

Luisser: "Es war eine harte Entscheidung. Ich habe mich in Gladbach sehr wohl gefühlt. Gladbach hat außergewöhnliche Spieler mit denen man arbeiten kann. Aber ich kenne Niko Kovac, Frankfurts Trainer, noch seit seiner Zeit als Spieler. Der Kontakt ist da nie abgerissen und wir haben uns regelmäßig getroffen. Er wollte mich im Falle des Klassenerhalts haben. Unsere Ansätze ergänzen sich da sehr gut.
Man muss dem Cheftrainer auf dieser Ebene vertrauen können. Ich wusste, dass ich da unter ihm sehr viel verändern darf. Er und Fredi Bobic haben mir die Vereinsstruktur sehr genau erklärt. Ich wusste da kommt viel auf mich zu, aber ich mag die Arbeit. Die Aufgabe viel zu verändern hat mich gereizt. Ich strebe immer nach höherem."

Gladbach spielte international, Frankfurt nicht - Wie sehr verändert das ihre Arbeit?

Luisser: "Man trainiert deutlich anders. Die Trainingseinheiten können ohne internationale Spieler länger sein. Wir trainieren hier in Frankfurt relativ viel, dadurch kann ich meine Einheiten öfter einstreuen. In Gladbach konnten wir zwischen den Spielen fast nur regenerieren. Die Saisonvorbereitung ist umso wichtiger. Da kann man bei Dreifachbelastung unter der Saison sein Fitness-Level fast nur halten."

Zuvor waren Sie ja für Red Bull Salzburg im Einsatz.

Luisser: "Ja das stimmt. Ich bin 2006 zur Akademie für die U15, U17 und U19 gekommen. Dann zu den Red Bull Juniors. 2012 war ich dann für das zweite Team aus Pasching zuständig und wir konnten den Abstieg verhindern. 2013 wollte ich dann eigentlich im Nachwuchs bleiben, aber Ralf Rangnick wollte mich in der ersten Mannschaft für Trainer Roger Schmidt.
2015 ging ich dann nach Gladbach. Ich habe zwei, drei Spiele besucht und hatte immer Kontakt mit Martin Stranzl. Der Chef der Physio-Abteilung hat mich dann angerufen und ich sollte mich bewerben. Dann hat mich auch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl angerufen und wollte mich kennen lernen. Eigentlich hatten sie schon einen fixen Kandidaten, aber beim heraus gehen sagten sie dann, dass es jetzt zwei Kandidaten gibt. Am Ende haben sie sich dann für mich entschieden und ich habe für drei Jahre unterschrieben. Und jetzt bin ich eben nach Frankfurt gewechselt."

Haben sie ein persönliches Wunschziel?

Luisser: "Das große Ziel von mir ist England und zwar einen der Top vier, fünf Vereine. Real, Barcelona oder Atletico wären auch interessant, aber die haben ganz andere Zugänge zu dem Thema. Wobei mich Spanien auch persönlich fasziniert. Aber jetzt ist mein Ziel erst einmal der Klassenerhalt mit Eintracht Frankfurt und ein einstelliger Tabellenplatz."

Mit Heinz Lindner haben sie ja nach Martin Stranzl erneut einen Landsmann im Verein.

Luisser: "Ja das stimmt, da hab ich dann jemanden, mit dem ich österreichisch reden kann."

Fotos: Eintracht Frankfurt
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