08.09.2014, 18:08 Uhr

Keine Entwarnung am Arbeitsmarkt

Maßnahmen gegen die wachsende Arbeitslosigkeit setzen Helene Sengstbratl und Manfred Herist vom Arbeitsmarktservice.

Situation im Bezirk Güssing hat sich auch im August nicht entschärft

Die Arbeitsmarktlage im Bezirk Güssing hat sich auch im August nicht entschärft. Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat einen Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 868 registriert, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 12,7 %.

Bei der Arbeitslosenquote lag der Bezirk Güssing mit 8,8 % im Juli knapp vor den Bezirken Oberwart (8,7 %) und Oberpullendorf (7,5 %).

Jüngere und Ältere stärker betroffen

"Die stärkste Zunahmen sehen wir in den Branchen Metall/Elektro, Fremdenverkehr und Büroberufe", berichtet Manfred Herist, Leiter des AMS Stegersbach. Bei Personen unter 25 bzw. über 50 Jahren seien die Zuwächse ebenfalls überdurchschnittlich hoch.

Bereits bemerkbar macht sich die Insolvenz der Firma Dunst. "Wenn die Konjunktur schwächelt, strahlt aber auch die Probleme des steirischen Arbeitsmarktes stärker zu uns herüber", weiß AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl.

Fachkräfte eher gesucht

Schwer haben es ungelernte Kräfte oder Personen nur mit Pflichtschulabschluss. Fachkräfte werden hingegen viel stärker gesucht. "HTL-Abbrecher beispielsweise werden von Lehrbetrieben mit offenen Armen aufgenommen", so Sengstbratl.

59 offene Stellen

Beim AMS Stegersbach sind derzeit 59 offene Stellen gemeldet. Allein 25 davon sind im Tourismus zu finden.

Am Lehrstellenmarkt waren Anfang September noch 28 Jugendliche beim AMS auf der Suche nach einem Platz. 14 Lehrstellen waren zu diesem Zeitpunkt unbesetzt, sechs davon im Tourismus und vier im Sektor Metall/Elektro.
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