500 Euro und 2. Platz für Idee aus Hall

Scheckübergabe in Hall: ATM Geschäftsführer Dr. Alfred Egger (li.) überreicht das Preisgeld an Direktor Ing. Markus Rainer im Beisein von Mag. Erwin Schreckensperger (Mi.), Ing. Guido Fellner, Ing. Alexander Würtenberger (re.) und zwei Schülerinnen der Optikerschule.
  • Scheckübergabe in Hall: ATM Geschäftsführer Dr. Alfred Egger (li.) überreicht das Preisgeld an Direktor Ing. Markus Rainer im Beisein von Mag. Erwin Schreckensperger (Mi.), Ing. Guido Fellner, Ing. Alexander Würtenberger (re.) und zwei Schülerinnen der Optikerschule.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

HALL. Alte Brillen, gesammelt und aufbereitet in Tirol, schenken in Afrika ein Stück Lebensqualität: Diese Projektidee derAbfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH (ATM), umgesetzt in enger Zusammenarbeit mit der Tiroler Fachberufsschule (TFBS) für Fotografie, Optik und Hörakustik in Hall und dem Entwicklungsprojekt Élèves pour Élèves, wurde von der ARA österreichweit zum zweitbesten Abfallvermeidungsprojekt des Jahres 2017 gekürt. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro kommt zur Gänze der Brillen-Sammelaktion zugute und wurde kürzlich an die Kooperationspartner übergeben. „Das engagierte Projektteam hat sich diese Auszeichnung mehr als verdient. ReUse, also das Wiederverwenden von gebrauchten Gegenständen, liegt voll im Trend. Die Brillensammlung passt perfekt zu den Schwerpunkten der modernen Abfallwirtschaft“, so Dr. Alfred Egger, Geschäftsführer der ATM.

Brille wird nach Afrika geschiftt

Eine Brille in der passenden Sehstärke zu haben, ist in Österreich eine Selbstverständlichkeit. In weiten Teilen Afrikas sind Sehhilfen hingegen Mangelware und Luxusgut. Aus diesem Ungleichgewicht ist Ende 2014 die Idee für die Tiroler Brillensammlung entstanden, wie Projektleiter Ing. Alexander Würtenberger von der ATM erklärt: „Wir werfen etwas weg, das in anderen Ländern der Welt dringend benötigt wird. Aus dieser Überlegung heraus hat sich schrittweise das Projekt in seiner jetzigen Form entwickelt. Das Besondere ist, dass unsere Brillen nicht nur gesammelt und verschifft werden, sondern in der Optikerschule professionell sortiert, vermessen und aufbereitet werden. Das garantiert eine sehr gute Qualität.“

Zweiter Platz im österreichweiten Wettbewerb

Dieser Ansatz hat auch die Fachjury der ARA begeistert und dem Projekt den zweiten Platz in der Kategorie Abfallvermeidung beschert. „Die Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler und zugleich ein Ansporn, mit vollem Einsatz weiterzumachen“, sagt Ing. Markus Rainer, Direktor der TFBS für Fotografie, Optik und Hörakustik in Hall. Auch Mag. Erwin Schreckensperger, Initiator von Élèves pour Élèves, freut sich: „Auf der einen Seite ist es natürlich ein großes Lob für die Aktion, auf der anderen Seite sind wir auch froh über jede finanzielle Unterstützung. Obwohl wir alle ehrenamtlich arbeiten, entstehen natürlich laufend Kosten.“ Das gilt zum Beispiel für einen besonderen Aspekt des Projekts: Optiker aus Burkina Faso erhielten eine professionelle Ausbildung in Tirol. Seither besuchen sie Schulen im ganzen Land, ermitteln die Sehstärke der Kinder und geben direkt in der Klasse passende Brillen aus. Damit ermöglichen sie auch Menschen in Gegenden mit schlechter Infrastruktur Zugang zu einer Sehhilfe.

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