Gemeinde Rum
Antrag zur Ortsteilentwicklung sorgt für dicke Luft

Der Antrag zur Ortsteileintwicklung in Neu Rum erhielt keine Mehrheit. Die Entwicklung von Volksschule und Kindergarten wird den Rumer Gemeinderat noch länger beschäftigen.
  • Der Antrag zur Ortsteileintwicklung in Neu Rum erhielt keine Mehrheit. Die Entwicklung von Volksschule und Kindergarten wird den Rumer Gemeinderat noch länger beschäftigen.
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Nach dem Abblitzen des Antrags zur Ortsteilentwicklung in Neu-Rum, herrscht schlechte Stimmung im Gemeinderat.

RUM. In der jüngsten Rumer Gemeinderatssitzung sorgte ein Antrag zur nachhaltigen Ortsteilentwicklung in Neu-Rum für reichlich Ärger. Der Antrag war laut Vizebgm. Franz Saurwein (Zukunft Rum-VP) eigentlich schon auf Schiene und sollte von der ÖVP, den Grünen, den Freiheitlichen und der Bürgermeisterliste gemeinsam getragen werden. Trotz Vorgesprächen und vorheriger Zusagen stellte sich zum Schluss die Rumer SPÖ quer. „Die SPÖ blockiert bereits seit Jahren jede Möglichkeit, die Gemeinde nachhaltig weiterzuentwickeln. Sie ist hauptsächlich mit sich selbst und internen Machtkämpfen beschäftigt. Anders ist es nicht zu erklären, dass man trotz vorheriger Zusagen diesen Antrag kurzerhand einfach abwürgt“, ärgert sich der Vizebürgermeister und Initiator des Antrags, Franz Saurwein. Der Antrag hätte vorgesehen, einen gemeinsamen „Masterplan" für das Gebiet Neu-Rum aufzusetzen und hätte neben öffentlichen Infrastruktureinrichtungen, wie dem Kindergarten, der Volksschule und dem Sozialen Kompetenzzentrum, auch die angrenzenden privaten Liegenschaften umfasst. Hier wollte man auch die Liegenschaftseigentümer und vor allem die lokale Bevölkerung einbinden. Doch für die Rumer SPÖ war dieses Vorhaben wohl zu kurzfristig sowie auch der Antrag noch unzureichend ausgearbeitet, wie VBgm. Romed Giner auf Nachfrage bekannt gibt. „Die fragwürdige Vorgangsweise und auch die inhaltlichen Schwächen des Antrages (die namentliche Nennung nur einer bestimmten Firma/fixe Beauftragung dieser Firma ohne jegliche Angabe der voraussichtlichen Kosten für ihren Arbeitsaufwand) haben dazu geführt, dass sich unsere Fraktion gegen die Dringlichkeit des Antrages ausgesprochen hat", so Giner. Für Vbgm. Saurwein verwehre man damit den Menschen in Neu-Rum eine Jahrhundertchance. „Wenn die SPÖ keinen Gestaltungsanspruch in der Gemeinde mehr hat, soll sie zumindest nicht länger jenen im Weg stehen, die aktiv für die Menschen in Rum arbeiten wollen," richtet Saurwein abschließend seinen Appell in Richtung der Bürgermeisterliste. Für Giner sind die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Coronakrise auf die Gemeindefinanzen derzeit nicht absehbar. Der Antrag wird nun im zuständigen Ausschuss für Infrastruktur behandelt werden, heißt es. „Die SPÖ Rum ist gerade bei einem solch weitreichenden Projekt nicht für unbedachte Schnellschüsse zu haben. Wir werden besonnen die Weiterentwicklung des Ortsteils Neu-Rum im Interesse der Bürgerinnen und Bürger mit Sachverstand und Augenmaß vorantreiben", betont Giner.

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