Autobahnanschluss Mils
Die Suche nach einer Lösung geht weiter

Hunderte kamen, um sich in die Planung einzubinden.
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HALL (acz). Dutzende Tische, bunte Kärtchen, Stifte und Backpapier: Wenn es nach dem Planungsverband Hall und Umgebung geht, sollen das die Zutaten für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung sein. Nachdem der Autobahnanschluss Spange Hall-Ost im Jahr 2015 von der Milser Bevölkerung mit einer knappen Mehrheit (53,7 % der Stimmen) abgelehnt wurde, nahm man im April des heurigen Jahres das Problem wieder in Angriff und rief die Bevölkerung auf, sich aktiv einzubringen.

Planungsbüro: Rosinak und Partner

Das Verkehrsplanungsbüro Rosinak und Partner leitete in diesem Fall durch den Abend im vollen Kurhaus. Nach einer Vorstellung der verschiedenen Varianten – die in Vorabgesprächen mit dem Land Tirol und der Asfinag hinsichtlich ihrer Machbarkeit festgelegt wurden –, wurde an den Tischen in Zehner-Gruppen diskutiert. Werner Rosinak betonte, dass es sich bei dem Abend darum handelt, ein Stimmungsbild zu bekommen: Welche Variante erhält in der Bevölkerung die größte Zustimmung? Welche anderen Vorschläge werden eingebracht? Was ist den Menschen am wichtigsten? Nachdem an den Tischen diskutiert wurde, kam man zu dem Schluss, dass der Großteil der Anwesenden einen Autobahnvollanschluss beim Milser Gewerbepark bevorzugt. Relativ großen Zuspruch erlangte auch eine Variante, die Verbesserungen des Ist-Zustandes vorsieht: Der Verkehr soll durch Tempolimitierung, Öffi-Bevorrangung und Querungshilfen für den Autoverkehr so unattraktiv wie möglich gemacht werden. Eine "verbesserte" Variante der Spange Hall-Ost wurde von der Bevölkerung fast einhellig abgelehnt. Einerseits hätte man diese Variante ja schon vor Jahren nicht gewollt, andererseits würden immense Flächen draufgehen. Bis Ende des Jahres wird das Planungsbüro die Vorschläge analysieren und eine Lösung vorlegen. Rosinak betont: "Wir sammeln an diesem Abend Ihre Ideen und ein Stimmungsbild. In den nächsten sechs Monaten wird es weiterentwickelt. Einiges wird aufgenommen, anderes wird verworfen. Unsere Aufgabe ist es schlussendlich zu erklären, wie und warum wir zu der Lösung gekommen sind, die wir im Herbst präsentieren werden."

Teil des Gesamtkonzepts

Seit Jahren versucht der Planungsverband den Durchzugsverkehr von Hall zu entzerren. Dabei tritt man seither fast immer auf der Stelle. Ein Gesamtkonzept ist notwendig, um eine vernünftige Entlastung zu bringen. Ausschlaggebend ist dafür auch eine direkte Anbindung des Milser Gewerbegebietes an die Autobahn, aber auch andere Alternativen werden forciert. So ist das dörferübergreifende Radwegenetz und die Verbesserung der Öffianbindungen Teil der Gesamtlösung. Erstere wurde vor einigen Monaten – ebenfalls im Kurhaus – der Bevölkerung vorgestellt. Die ersten Grundsatzbeschlüsse zum Ausbau des Radwegenetzes – u. a. soll im Gebiet die längste Fahrradstraße Österreichs entstehen – gibt es in den betroffenen Gemeinden schon.

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