Verein Österreichischer Friedensoldaten
Friedenssoldat Gerhard F. Dujmovits im Interview

Friedenssoldat Gerhard F. Dujmovits im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN.
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  • Friedenssoldat Gerhard F. Dujmovits im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN.
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TIROL. Der Friedenssoldat Gerhard F. Dujmovits war jahrelang Landesleiter der Tiroler Peacekeeper. Nachdem 2019 im Verein Änderungen erfolgt waren, haben sich einige Mitglieder dazu entschieden, einen neuen Verein zu gründen. Die BEZIRKSBLÄTTER haben mit dem UN-Golan-Veteran über den Verein Österreichischer Friedenssoldaten und zukünftige Projekte gesprochen.


BEZIRKSBLÄTTER: Herr Dujmovits, der Verein Österreichischer Friedenssoldaten blickt nun auf sein einjähriges Bestehen zurück. Rückblickend, wie zufrieden sind Sie mit der Vereinsarbeit?

Da wir unseren Idealen treu geblieben sind, eigentlich sehr positiv. Wir sind zufrieden, obwohl wir auch durch die Coronapandemie sehr eingeschränkt waren.

Inwiefern hat die Coronapandemie die Arbeit des Vereins beeinflusst?
Hauptsächlich konnte unser monatlicher Friedenssoldatentreff, der immer am ersten Dienstag im Monat im Rumer Hof stattfindet, nicht abgehalten werden. Dieser ist Corona leider zum Opfer gefallen. Veranstaltungen und Projekte haben sich daher auch nach hinten verschoben. Jetzt ist wieder alles möglich.

Welche konkreten Ziele verfolgt der Verein?
Es sind im Prinzip die gleichen Ziele wie die der UNO. An erster Stelle steht der Frieden. Wir setzen uns aber auch für die Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit ein. Außerdem sind wir natürlich eine Anlaufstelle für ehemalige Kameraden, aber auch aktives Personal, wo wir untereinander Informationen austauschen und neue Ideen entwickeln, um mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu bekommen, sodass uns auch die Politik mehr Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringt. In dieser Hinsicht ist Österreich ein Schlusslicht. Darum ist uns Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig. Wir besuchen aber auch Schulen, wo wir jungen Menschen die UNO näherbringen sowie auch Informationen in Zusammenhang mit dem Österreichischen Bundesheer.

Wie viele Mitglieder sind aktuell im Verein aktiv?
Momentan sind wir knapp über 50 aktive Mitglieder, sowie in den sozialen Medien verzeichnen wir über 1.000 Follower. Das liegt vor allem daran, dass wir aktiv in der Öffentlichkeit präsent sind und uns stark mit karitativen Projekten engagieren.

Stichwort karitative Projekte – was können Sie uns darüber erzählen?
Wir haben 2016 mit einer Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan die Kristallwelten in Wattens besucht und anschließend zum gemeinsamen Essen geladen. Das war sehr beeindruckend und ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten. Zum Nikolaustag haben wir Flüchtlingsheime in Zirl und Völs besucht und den Kindern kleine Geschenke vorbeigebracht. Weiter ging es mit dem Obdachlosenverein in Innsbruck, wo wir auch gespendet haben. In diesem Jahr haben wir erfolgreich eine Sammelaktion für das Frauenhaus Dowas durchgeführt. Es war wirklich berührend, wie die Menschen hier mitgeholfen haben. In diese Richtung wollen wir verschiedene Projekte weiter vorantreiben.

Am 29. Mai war der internationale Tag der UN-Friedenstruppen der Vereinten Nationen.
Warum ist dieser Tag so wichtig und was bedeutet er für Sie?
Dieser Tag wurde im Jahr 2002 von der UNO eingeführt, um an gefallenen Kameraden und jene, die gerade im Einsatz sind zu gedenken. Mit Stand 30. April sind leider insgesamt 4.103 Soldatinnen und Soldaten bei Einsätzen ums Leben gekommen, davon 44 Österreicher. Für mich rücken an diesem Tag speziell meine fünf Einsätze auf den Golanhöhen in Syrien intensiv in Erinnerung. Diese Einsätze prägen mich bis heute.

Welche Projekte sind in diesem Jahr noch geplant?

Unsere Aktionen wie das "Licht ins Dunkel - Spendentelefon", Tiroler Krebshilfe, Verein für Obdachlose, Flüchtlinge, Frauenhäuser, Neuen Mittelschulen werden weiter ausgebaut. Weiters werden wir künftig mit dem Österreichischen Auslandsdienst zusammenarbeiten. Vorträge mit Petra Ramsauer und Prof. Dr. Andreas Maislinger und viele mehr sind geplant. Mit den Mitgliedern steht ein 3-D-Bogenschießen in Scharnitz an. Und am 10. Juli um 18 Uhr wird es ein Sommerfest im Rumer Hof geben. Am Nationalfeiertag, den 26. Oktober sind wir dann wieder in der Stadt Innsbruck mit einem Infostand präsent. Weitere Informationen finden Sie unter www.facebook.com/groups/peacekeeper oder unter dem Kontakt friedenssoldaten@gmail.com (mk)

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