Corona-Krise
Friseure bangen um ihre Existenz

Viele Unternehmen bangen um ihre Existenz.
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  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Friseure sind wegen der Corona-Krise in großer Sorge um ihre Salons. Einige Betriebe haben aufgrund weniger Rücklagen Existenzängste.

INNSBRUCK-LAND. Dienstleister, Friseure, Massagesalons und Kosmetikstudios müssen seit den Maßnahmen der Regierung geschlossen bleiben. Hausbesuche sind Tabu. Zahlreiche Betriebe stehen vor vielen Herausforderungen und kämpfen ums wirtschaftliche Überleben. Es herrscht große Unsicherheit in der Branche, wie eine Betreiberin eines Friseursalons in Hall (Name der Red. bekannt) verrät. „Wir haben große Umsatzeinbußen und wissen momentan nicht, wie es weiter gehen soll. Zum Glück haben wir einen netten Vermieter – für die nächsten zwei Monate zahlen wir weniger Miete." Probleme mit Umsatzeinbußen sind aber nur das eine, klagt die junge Friseurin. Auch das Ausfüllen der Anträge zur Kurzarbeit und den Härtefonds ist eine Herausforderung. „Die Anträge auszufüllen ist nicht so einfach, wie von der Regierung behauptet. Hier sollte die Wirtschaftskammer besser informieren." Ein anderer Betreiber eines Friseursalons aus dem Bezirk Innsbruck-Land kämpft mit ähnlichen Problemen und kritisiert den 1.000-Euro-Härtefond. Für ihn sei das Geld nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „In meinem Fall zahle ich 5.000 Euro Miete. Außerdem bekomme ich keinen Kredit bei der Bank, weil ich keine gute Bonität vorweisen kann. Ich stehe momentan vor großen Problemen. Eventuell muss ich meinen zweiten Salon zusperren."

Probleme bekannt

Dem Tiroler Landesinnungsmeister Clemens Happ sind die Probleme der besorgten Unternehmer bekannt. Er rät den Betrieben sich vorerst der Herausforderung zu stellen und das Ausfüllen des Antrages nicht als Belastung, sondern als Bargeld zu sehen. „Unternehmer, die Schwierigkeiten haben einen Kredit zu bekommen sollen das Gespräch mit dem Steuerberater suchen und zusammen einen Plan der Finanzierung erarbeiten. Die Wirtschaftskammer Tirol und die Friseurinnung stehen immer mit Rat und Tat zur Seite", so Happ.

Abstand und Schutzmaske


Wie genau das Arbeiten der Friseure in Zukunft aussehen soll, ist noch unklar. In den vergangenen Wochen ist die Unsicherheit immer größer geworden: Wie soll man als Friseur ein Meter Abstand zum Kunden halten? Viele Friseure können sich ein Arbeiten mit Schutzmaske nicht vorstellen. Von Seiten der Wirtschaftskammer hat man sich diesbezüglich schon Gedanken gemacht. 
„Mit dem 1-Meter Abstand wird es bei uns Friseuren nicht funktionieren. Nicht ausgeschlossen, dass wir Friseure die erste Zeit nach der Öffnung mit Schutzmasken arbeiten müssen und, dass der Abstand zwischen den Bedienungsstühlen etwas größer sein muss. Die Aufstellung von Plexigläsern zwischen den Bedienungsplätzen und ein strikter Reinigunsplan wären vorerst eine Möglichkeit", betont Happ. Wann genau die Friseursalons wieder aufsperren, ist noch nicht bekannt, man hofft jedoch auf Ende April.

Viele Unternehmen bangen um ihre Existenz.
Der Tiroler Landesinnungsmeister der Friseure Clemens Happ ratet den Betrieben das ausfüllen des Antrages nicht als Belastung sondern als Bargeld zu sehen und die Herausforderung anzunehmen. Die Wirtschaftskammer Tirol und die Friseurinnung stehen immer mit Rat und Tat zur Seite.
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