Bauvorhaben Tschidererweg
Haller Bürgerinitiative bekommt Unterstützung von Liste Fritz

Markus Sint (Liste Fritz) und Monika Bucher von der BI Hall bei der Pressekonferenz.
  • Markus Sint (Liste Fritz) und Monika Bucher von der BI Hall bei der Pressekonferenz.
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  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Die Haller Bürgerinitiative erhält nun Unterstützung von der Liste Fritz. In einem BB-Gespräch erklärt LA Markus Sint und Sprecherin der BI Monika Bucher, warum das geplante Projekt am Tschidererweg nicht verträglich ist.


INNSBRUCK/HALL. Die List Fritz ist bekannt dafür, dass sie sich im Bereich leistbarer Wohnraum stark für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger einsetzt. Beim geplanten Großprojekt am Tschidererweg bekommt die Haller Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Hall/West“ nun Rückendeckung vom Landtagsabgeordneten Markus Sint. „Wir von der Liste Fritz glauben, dass dieses Projekt kein verträgliches, sondern ein zu überdimensioniertes Projekt ist", so Sint. Zur Vorgeschichte: Ein privater Haller Bauträger plant, auf dem Areal in Bahnhofsnähe drei Baukörper mit insgesamt 85 Wohnungen zu errichten (die BB berichteten). Gebäude mit drei, fünf und acht Geschoßen sollen am Tschidererweg entstehen, doch zahlreiche Anrainer sowie die Haller Opposition halten das Megaprojekt in der geplanten Ausführung für unverträglich. „Dieses Vorhaben ist eine massive Verbauung für uns Anrainer. Verkehrstechnisch ist es der Super-GAU, da die Kreuzung im Bereich Bahnhofstraße jetzt schon stark belastet ist", betont Bucher, Sprecherin der Haller Bürgerinitiative. Besonders ärgert sie sich, dass auf ihre zahlreichen Mails vonseiten der Stadt nicht reagiert wurde. Die Bürgerinitiative habe bisher ca. 260 Unterschriften gesammelt. „Viele Anrainer sind mit unserem Vorschlag einer Redimensionierung einverstanden, trauen sich aber nicht zu unterschreiben, weil sie Repressionen von der Stadt befürchten", so Bucher.

Dichteerhöhung

Der Beschluss zur Erhöhung der Baudichte wurde jüngst bei der Haller Gemeinderatssitzung beschlossen. Die Liste Fritz steht dieser Entscheidung kritisch gegenüber und betont: „Würde man die jetzige Dichte 2 lassen, könnte man hier auf diesem knapp 4.000 m² großen Areal 12 Reihenhäuser hinstellen, aber nicht 86 Wohnungen mit 250 Menschen. Allein diese Änderung macht eine Bebauung um das Zweieinhalbfache möglich", so Sint. Das Projekt gehe seiner Meinung nach klar am Bedarf vorbei. „Mehr Menschen auf einem kleinen Fleck bedeutet mehr Verkehr, und das alles geschieht ohne passende Infrastruktur. Es mangelt an Spielplätzen, Grünraum, Parkplätzen und es fehlt ein Verkehrskonzept. „Es ist in Ordnung, wenn gebaut wird, es stehen genügend Leute auf der Wohnungswerberliste. Wir verlangen daher, dass dieser Bau so lange zurückgestellt wird, um genaue Studien durchzuführen, ob so ein Projekt überhaupt noch verträglich ist", so Bucher. Markus Sint (Liste Fritz) hält fest: „Was wir von der Liste Fritz ablehnen, ist das Drüberfahren über die Bürger", so Sint. Bucher verweist auf die Verkehrszunahme in der Behaimstraße. „Es fahren alle über den Tschidererweg weiter zum Medzentrum, um auf die Bundesstraße B171 zu gelangen", so Bucher. Für den Landtagsabgeordneten spreche nichts gegen eine einfache Bebauung, aber die Erhöhung der Dichtezone bedeutet massive Folgen für die Anrainer, ist er überzeugt. Das letzte Wort in Sachen Tschidererweg sei noch nicht gesprochen. Monika Bucher wird weiterhin mit den Anrainern gegen das geplante Projekt ankämpfen.

Tschidererweg – Hitzige Debatte im Haller Gemeinderat

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