Theaterkritik von Peter Teyml
Im Kloster geht's rund

Der Theaterverein hat für "Sister Act" Zusatztermine fixiert.
  • Der Theaterverein hat für "Sister Act" Zusatztermine fixiert.
  • Foto: Christian Forcher
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

Das neue Musical von Theater.Rum, Sister Act, hat unseren Kritiker Peter Teyml vom Hocker geworfen.

Waren in früheren Tagen Klöster Zufluchtsorte vor dem Zugriff weltlicher Schergen, so läuft’s in „Sister Act“ anders – die Polizei versteckt dort im Zeugenschutzprogramm die Nachtclubsängerin Deloris van Cartier, welche einen Mord beobachtet hatte. Im Kloster erhält sie eine neue Identität als „Schwester Mary Clarence“ und bringt in ihrer frisch-frechen Art bald Schwung in die „Bude“, was der Mutter Oberin (hey, Mutti!) nicht wenig Sorgen bereitet. Sie verhilft dem verstaubten Nonnenchor zu musikalischen und tänzerischen Hochleistungen, allerdings fliegt ihr Undercover-Dasein auf. Das sind die Zutaten zu einem Musical von Alan Menken (Musik) & Glenn Slater (Text), das 2006 auf den höchst erfolgreichen Film von 1992 mit Whoopie Goldberg folgte.
Verena Schopper (Regie) und Gracia Kasenbacher (Choreographie) sowie Thomas Prenn als musikalischer Leiter (Vocalcoach Alex Giner, 11-köpfige Band im Hintergrund) und Salha Fraidl (Ausstattung) sind die Strippenzieher für ein 27-köpfiges Ensemble, das sich die Seele aus dem Leib singt und damit seine Aura mitten ins Publikum trägt. Große Leinwände, ein raffiniertes Lichtdesign und verschiebbare Elemente ermöglichen die raschen Szenenwechsel.
Silke Winkler zieht als naiv-liebenswürdige Nachtclubsängerin Deloris alle Register ihres Metiers, Martina Schwarz spielt fabelhaft die von Zweifeln gequälte Oberin, Sarah Peischer ist Novizin Mary Robert, ihr gelingt leichtfüßig Tanz und Gesang, Sibylle Giner und Brigitte Rieder verkörpern die temperamentvoll swingenden und singenden Schwestern Mary Patrick und Mary Lazerus. Christian Wanka zelebriert geradezu den Klosterpfarrer O’Hara, Georg Mader als T.J., Dominik Kapferer als Joey und Lukas Kiechl als Pablo sind das hinreißende Gangstertrio. Michael Huber mutiert vom dicklichen Polizisten „Schwitzi-Fritzi“ zum flotten Cop und Publikumsliebling. Martin Moritz begibt sich genießerisch in die Figur des kriminellen Nachtclubbosses Curtis mit Pistole, dabei trägt er scheinbar mühelos noch die ganze Last der Produktionsleitung. Es hat sich ausgezahlt, drei Stunden vergehen im Flug, Akteure und Publikum waren gleichermaßen hingerissen.
Von Peter Teyml

Zusatztermine

Nachdem schon vor der Premiere alle Vorführungen ausverkauft waren, wurden kürzlich neue Termine festgelegt, für die es im Internet unter www.theater-rum.at ab 8. April um 18 Uhr Karten zu kaufen gibt. Die vier zusätzlichen Termine: 2./3./4.5. um 20 Uhr und 5.5. um 18 Uhr

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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