Neuer Gedenkort am Krankenhausgelände Hall

Eine neue Gedenkstätte wurde letzte Woche am Areal des LKH Hall präsentiert. Die neu errichteten 360 Stelen sollen an die Opfer die damals in der NS-Zeit deportiert waren erinnern.
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  • Eine neue Gedenkstätte wurde letzte Woche am Areal des LKH Hall präsentiert. Die neu errichteten 360 Stelen sollen an die Opfer die damals in der NS-Zeit deportiert waren erinnern.
  • Foto: Gerhard Berger
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Eine neue Gedenkstätte wurde letzte Woche am Areal des LKH Hall präsentiert. Die neu errichteten 360 Stelen sollen an die Opfer die damals in der NS-Zeit deportiert waren erinnern.

HALL (mk). Die Stadtgemeinde Hall hat seit kurzem eine historische Erinnerungsstätte mehr. Das neue Mahnmal am Krankenhausareal ist den 360 Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern gewidmet, die zwischen 1940 und 1942 aus der damaligen Pflege- und Heilanstalt abtransportiert und dann getötet wurden. Der neue Gedenkort soll an diese Opfer erinnern. Noch bis vor wenigen Jahren waren die betroffenen Opfer in Archiven dokumentiert, verstaubt und zum Teil vergessen. Wichtig war für die Stadt Hall nicht nur die NS-Zeit aufzuarbeiten sondern auch für die Angehörigen der vergessenen Opfer einen geeigneten Ort zu finden.

Opfer wieder sichtbar machen

Durch die neuen 360 Stelen wird die Identität der Opfer wieder sichtbar gemacht. „Die heutige Enthüllung kann nicht der Schlusspunkt dieses Prozesses sein, sondern nur ein weiterer Anfang. Ich wünsche mir, dass das Schicksal unserer Groß- und Urgroßmutter nie mehr verschwiegen wird", so Hannah Peluso-Nemec, Urenkelin eines NS-Euthanasieopfers. Mit der Nennung ihrer Namen sowie ihrer Lebensdaten und der Sichtbarmachung ihrer Lebensgeschichten sollen sie symbolisch wieder in die Gesellschaft integriert werden. Ein Informationsterminal wurde errichtet, um die Lebensgeschichten der Verstorbenen nachlesen zu können. Bei der Gestaltung des Gedenkortes wurde auf eine Barrierereduktion geachtet. Viele der genannten Informationen sind deshalb auch in leicht verständlicher Sprache zugänglich. Bei der Gedenkfeier unter Anwesenheit hochrangiger Politiker, Angehöriger und Projektmitwirkender wurden die Namen der 360 Opfer vorgetragen. Eine abschließende Tanzperformance rundete die stimmige Gedenkfeier ab.

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