Öffis: Große Hoffnungen an Evaluierung

Philip Wohlgemuth (Vorsitzender ÖGB Tirol) und Bernd Leidlmair (ÖGB-Vorsitzender der Region Innsbruck und Umgebung)
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HALL/GNADENWALD. Grundlegend geht es in eine gute Richtung, finden Philip Wohlgemuth (Vorsitzender ÖGB Tirol) und Bernd Leidlmair (ÖGB-Vorsitzender der Region Innsbruck und Umgebung). Trotzdem ist aus Sicht der Arbeitnehmer – und diese wollen die zwei Herren vertreten – mit einem Tirol-Ticket (Jahresticket für 490 auf das gesamte Tiroler Verkehrsnetz) noch immer nicht alles getan. Besonders kleinere Gemeinden würden das Jahrestiscket nicht annehmen: "Wo das Angebot zu schlecht ist, wird auch nicht auf den öffentlichen Verkehr umgestiegen. Die Tiroler Politik sollte mutig sein und Visionen anstreben", ist sich Wohlgemuth sicher.


Kleine Gemeinden leiden

Das kann die Haller Bürgermeisterin Eva Posch nur unterschreiben. Zwar sei man seit der letzten Umstellung im Dezember 2016 mit der Öffi-Anbindung an die Landeshauptstadt zufriedener – "insbesonders im Stadtteil Schönegg" – innerstädtisch gibt es aber immer noch Verbesserungspotenzial. So zum Beispiel sei man mit dem Verkehrsverbund in intensiven Gesprächen, was die Anbindung Untere Lend mit dem Kurhaus betrifft. "Das möchte ich umsetzen", so Posch. Besonders viel erwartet sich die Haller Bürgermeisterin von der Evaluierung des öffentlichen Verkehrsnetzes, welches vom Planungsverband für die ganze Region in Auftrag gegeben worden ist. Ihr schließt sich auch Heidi Profeta, die Bürgermeisterin Gnadenwaldes – eine 728-Seelen-Gemeinde – an: "Die meisten pendeln nach Innsbruck – für die ist die aktuelle Situation nicht zufriedenstellend. Man kommt mit dem Bus bis zum Haller Bahnhof und dann im Zentrum raus. Viele arbeiten aber im Gewerbegebiet in der Rossau oder im DEZ. Ich erwarte mir eine gravierende Verbesserung durch die Evaluierung, da alle Gemeinden des Planungsverbandes auf ihr öffentliches Verkehrsnetz überprüft werden." Die genannte Evaluierung läuft seit zirka einem Jahr. Dabei werden alle Gemeinden untersucht: Wo gibt es Möglichkeiten im Öffinetz, was wird benötigt, welche Änderungen könnten zu Verbesserungen führen etc. Die Ergebnisse werden im Herbst abgeliefert und im Weiteren im Planungsverband besprochen. Eine derartig umfassende Evaluierung des öffentlichen Verkehrs gab es bisher noch nicht. Man darf darauf hoffen, dass die Ergebnisse rasch auf den Tagesplan kommen und umgesetzt werden: Das Öffinetz der Region hat eine Auffrischung dringend notwendig.

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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