Schneeräumung: Zweites Kapitel
Platz und Salz sind Mangelware

Heiß begehrt: Schneefräsen sind kaum lieferbar.
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Die Gemeinden haben noch immer mit dem Schnee zu kämpfen: Begehrt sind Maschinen und Salz.

ABSAM/GNADENWALD/MILS. "Uns gehen die Maschinen ein", "Wir haben kaum mehr Salz", "Unsere Leute sind am Limit": So oder so ähnlich hört man die Aussagen der unterschiedlichen GemeindeleiterInnen im Einzugsgebiet der BEZIRKSBLÄTTER Hall-Rum. Die Schneefälle von Anfang-Mitte Jänner beschäftigen die Bauhofmitarbeiter seither. Wegen dem dauerhaften Einsatz gehen viele Maschinen kaputt und eine Lieferung von Ersatzteilen ist eine "echte Detektivarbeit". In Mils ist eine Kehrmaschine eingegangen – Motorschaden –, in Absam ist ein Verbindungsteil, die die Schneefräse mit dem Traktor verbindet, kaputt gegangen. Wolfgang Stabinger, Bauamtsleiter in Absam, erzählt: "Wir haben drei Tage lang in Europa herumtelefoniert, um ein Ersatzteil zu bekommen. Jetzt ist es endlich da und die Fräse ist wieder einsatzbereit." Aber bei der Schneeräumung gehe es nicht nur darum, die Straßen frei zu machen, betont Stabinger. "Wir müssen den Schnee auch wegbringen und deponieren. Unsere Kapazitäten sind langsam erschöpft. Wir können ja den Schnee nicht wie in Hall oder Innsbruck in den Inn kippen." Früher wurde der Schnee in den Weißenbach geschüttet. Dies wurde aus naturschutztechnischen Gründen aber behördlich untersagt, nun deponiert die Gemeinde den Schnee am Parkplatz des neuen Sportzentrums. Jetzt hofft man auf ein bisschen Tauwetter, damit wieder mehr Platz geschaffen wird. Man habe die Situation aber gut im Griff – die Hauptverkehrsstraßen seien frei. Stabinger betont aber auch: "Der Winterdienst dauert oft bis Anfang-Mitte März. Nicht selten haben wir einen Wintereinbruch zu Ostern."

Gnadenwald

Die Gemeinde mit dem meisten Schnee im Einzugsgebiet war Gnadenwald. Hier maß man bis zu 1,5 Meter Schnee. Bürgermeisterin Heidi Profeta erklärt: "Wir haben die Schneeräumung schon lange an die Firma Lener ausgelagert. Die Firma ist sehr gut mit Maschinen ausgestattet. Sonst wäre das heuer sicherlich ein Chaos gewesen." Die Gemeinde hat auch keine Sonderflächen, um den Schnee zu deponieren. "Wir haben viele Wiesen. Zum Glück akzeptieren unsere Bauern, dass wir am Rand der Felder den Schnee deponieren." Womit man in mehreren Gemeinden zu kämpfen hat, sind die Salzmengen. Diese werden immer knapper und österreichweit ist kaum mehr Salz lieferbar. Noch sei aber die Räumung gesichert, betont man in den verschiedenen Gemeinden. Schließlich helfe man sich gegenseitig aus. So bekommen die Gemeinden, die nicht ausreichend Maschinen und Fahrzeuge zur Verfügung haben, Hilfe vom Maschinenring und auch die örtlichen Bauern helfen tatkräftig mit. Die Kosten für die Schneeräumung werden heuer sehr hoch ausfallen. Das weiß Profeta jetzt schon: "Wir rechnen damit, dass wir doppelt so viel zahlen müssen wie in anderen Wintern. Wir müssen für finanzielle Hilfe sicherlich ans Land herantreten."

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