Schneemassen eine Herausforderung für die Stadt Hall

Aus der Bevölkerung kam Kritik an der städtischen Schneeräumung.
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  • Foto: Stadtmarketing Hall in Tirol/Gregor Jenewein
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Für die Mitarbeiter der Stadt Hall ist die Schneeräumung in diesem Jahr sehr herausfordernd. Neben viel Lob für den Einsatz kam aber auch Kritik aus der Bevölkerung an der städtischen Schneeräumung.

HALL. Vergangenen Donnerstag und Freitag mussten viele Haller Bürgerinnen und Bürger ihre Autos vom Schnee befreien. Die vielen Schneemassen sind für den Winterdienst der Stadtgemeinde Hall in Tirol in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. Die Mitarbeiter der Stadt sind zusammen mit zusätzlich eingesetzten externen Firmen im Einsatz, um die gewaltige Masse an Neuschnee zu bewältigen. Trotzdem wurde Kritik an der städtischen Schneeräumung geübt. Von Lob bis Beschimpfungen an die Mitarbeiter war alles dabei, erzählt uns der Leiter des Umweltamts, Michael Neuner.

„Mann muss bedenken, dass wir innerhalb von zweieinhalb Tagen über 60 Zentimeter Neuschnee bekommen haben. Es war so viel Schnee, dass wir teilweise mit den Schneepflug nicht mehr durchgekommen sind, weil auch Autos ungünstig geparkt haben", erklärt Neuner.

Jährlich werden in der Stadt Hall 350 bis 400 Tonnen Splitt benötigt, sowie ca. 400 Tonnen Salz gestreut. Die Kosten für die Schneeräumung belaufen sich in einem normalen Winter auf etwa 50 bis 60.000 Euro.
  • Jährlich werden in der Stadt Hall 350 bis 400 Tonnen Splitt benötigt, sowie ca. 400 Tonnen Salz gestreut. Die Kosten für die Schneeräumung belaufen sich in einem normalen Winter auf etwa 50 bis 60.000 Euro.
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Kritik an Schneeräumung

Auch ein „BEZIRKSBLÄTTER“-Leser äußerte seinen Ärger (Name der Redaktion bekannt) : „Ich habe mich maßlos darüber geärgert. Die Wetterprognose war bekannt. Meines Erachtens, muss man auf so etwas besser darauf eingestellt sein." Neuner verteidigt die Arbeit seiner Mitarbeiter und erklärt, dass alle ihr Bestmögliches geben, um der Lage Herr zu werden. Einige Bürgerinnen und Bürger waren der Ansicht, dass am Wochenende nicht gearbeitet wurde. Dem widerspricht Neuner,

„Wir waren natürlich auch am Wochenende im Einsatz. Aber das sind gewaltige Mengen gewesen, die man nicht in fünf Minuten weggeräumt hat."

Ein weiteres Ärgernis  war das Zuschieben bereits freigemachter Flächen. Dazu erklärt der Leiter des Umweltamts: 

„Die Schneeschiebung ist die Folge der Schneeräumung, dass manchmal auch bereits geräumte Grundstückseingänge, Gehwege oder auch ein geparktes Auto vom Schneepflug zugeschüttet werden, kann leider passieren. Nach der Räumung wird so rasch als möglich der Schnee aufgenommen und mit allem was an Fahrzeugen zur Verfügung steht, entsorgt."

Je nach Priorität werden bestimmte Punkte von der Liste abgearbeitet. Angefangen von Bushaltestellen und frequentierten Plätzen bis hin zu Wertstoffsammelinseln. Wann die Mitarbeiter mit der Schneeräumung beginnen ist laut Neuner von der Witterung abhängig.

„In der Regel fangen wir um fünf Uhr in der früh an. Wenn es fest durch schneit, beginnen wir natürlich früher. Bei Gemeinde und Landesstraßen gilt normalerweise ein Zeitfenster von 6:00 bis 22:00 Uhr.  Trotzdem fangen wir früher an. Letzten Donnerstag sind wir um 3 Uhr früh gestartet."

Verständnis gefordert

Der Winterdienst im gesamten Haller Stadtgebiet beinhaltet die Schneeräumung, Schneefreihaltung, Splittung sowie Streuung. Dabei werden ca. 90 Kilometer Gemeindestraßen, ca. 50 Kilometer Gehsteige, 67 Bushaltestellen, 70 Wertstoffsammelinseln und dazu die Plätze und Parkanlagen betreut. Neuner bietet aufgrund der heurigen Schneemassen-Situation um Verständnis. „Die Mitarbeiter waren zum Teil 16 Stunden täglich im Einsatz und geben stets ihr Bestes."
Einen Appell richtet Michael Neuner vom Umweltamt an alle Hauseigentümer: „Nach der Straßenverkehrsordnung ist der Gehsteig vor dem jeweiligen Grundstück auf seiner gesamten Breite verpflichtend freizuhalten und zu streuen. Sollte kein Gehsteig vorhanden sein, muss die Straße in einer Breite von einem Meter freigehalten werden.“

Vorbereitung auf Tauwetter

Im nächsten Schritt werden Gullis und Abflüsse vom Schnee befreit. Diese müssen laut Neuner alle händisch freigemacht werden, bevor der Föhn den Schnee in Wasser verwandelt. Jährlich werden in der Stadt Hall 350 bis 400 Tonnen Splitt benötigt, sowie ca. 400 Tonnen Salz gestreut.

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Aus der Bevölkerung kam Kritik an der städtischen Schneeräumung.
Jährlich werden in der Stadt Hall 350 bis 400 Tonnen Splitt benötigt, sowie ca. 400 Tonnen Salz gestreut. Die Kosten für die Schneeräumung belaufen sich in einem normalen Winter auf etwa 50 bis 60.000 Euro.
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