Die unendliche Geschichte
Variante Vollanschluss Mils in der Prüfung

Martin Hauser und Wolfgang Maurer von Mils-Mobil, Plattform zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität
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Die Variante Vollanschluss Mils wird nun vom Verkehrsministerium und der Asfinag geprüft.

HALL. Der Planungsverband hat in seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse der bevorzugten Variante einer Wirkungsanalyse unterziehen lassen. Der Wunsch der Prozessbeteiligten und der Bevölkerung war primär die Variante Vollanschluss im Bereich Gewerbepark Mils. „Dieses Modell würde eine gute Entlastungswirkung für die Stadt Hall bringen", erklärt die Haller Bgm. Eva Posch. Man habe das Thema sehr intensiv aufbereitet und auch die Bevölkerung wurde dazu mit eingebunden, nun sei das Land am Zug. „Die Asfinag und das Bundesministerium spielen dabei eine wesentliche Rolle, und das braucht natürlich auch Zeit", führt Posch weiter aus. Klar sei auch, dass es für einen Vollanschluss Mils eine Umweltverträglichkeitsprüfung brauche. Daher wünscht sich die Bürgermeisterin eine rasche Entscheidung in der Sache. „Wir werden uns in Hall die notwendigen Schritte überlegen, um eine rasche Entlastung für die Bevölkerung herbeizuführen, aber man darf nicht die Realität aus dem Blick verlieren. Es gibt lange Entscheidungswege bei den Ministerien in Wien", betont Posch. Parallel dazu soll der öffentliche Nahverkehr und das überregionale Radwegenetz weiter ausgebaut werden. Christian Molzer von der Abteilung Verkehr und Straße beim Land Tirol ergänzt: „Die Beurteilung der Variante Mils Vollanschluss liegt hier klar bei der Asfinag und dem Verkehrsministerium. In einer weiteren Analyse werden die anderen Varianten mitbeurteilt werden. Wie lange es dauert, kann man aber nicht abschätzen", so Molzer.

Erleichterung und Kritik

„Die Variante Spange Ost wäre ohne Mitwirkung der Asfinag umsetzbar, wird jedoch von all jenen, die sich als Experten bezeichnen, abgelehnt", führt Posch weiter aus. Die Verkehrsentlastung wäre jedoch beinahe gleich wie beim Vollanschluss in Mils. Der Absamer Bürgermeister Arno Guggenbichler ist froh, dass es nun in der Sache weitergeht. „Alle beiden Varianten haben im Endeffekt die gleiche Wirkung. Die Vorgehensweise wurde einstimmig beschlossen und jetzt müssen wir abwarten und schauen", so Guggenbichler. So manch einer zeigt sich wiederum erleichtert, dass die „Spange Ost" nicht favorisiert wurde. Der Tulfer Bürgermeister Martin Wegscheider begrüßt die Entscheidung. „Ich bin froh, dass da ein Umdenken stattgefunden hat. Das wäre doch verantwortungslos gewesen, in einem Naherholungsgebiet so viel Grund zu verbauen." Ein Vollanschluss in Mils wäre auch aus seiner Sicht eine sinnvolle Lösung.

Mils Mobil

Immer wieder wird von Parteien und Bürgerinitiativen auch die lange Bauzeit kritisiert. Die Plattform „Mils Mobil" fordert eine zusätzliche Beauftragung von unabhängigen Experten für die geplanten Varianten. „Es waren bei der Bürgerbeteiligung von Seiten des Landes nur Straßenplaner, aber keine Verkehrsplaner anwesend", so Wolfgang Maurer. „Unserer Meinung nach war die Studie in eine bestimmte Richtung gelenkt. Was uns stört ist, dass andere Varianten gar nicht besprochen wurden", so Martin Hauser. Die Plattform möchte nun die Zeit nutzen, um gemeinsam mit der Gemeinde Mils Aktionen zu setzen, um eine Verbesserung der Situation zu schaffen. Eine weitere Forderung wäre, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Dazu wäre für Mils Mobil auch der Ausbau der Regionalbahn bis nach Wattens eine Notwendigkeit.

Autor:

Michael Kendlbacher aus Hall-Rum

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