AK-Vollversammlung: Klare Abrechnung mit Regierung

Der Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl fordert erneut die Aufweichung des Belastungsbudgets für Familien.
  • Der Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl fordert erneut die Aufweichung des Belastungsbudgets für Familien.
  • Foto: Schiffkorn
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

TIROL (sik). „Dieses Belastungsbudget ist ein hinterhältiger Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Tirol und die bei uns lebenden Menschen.“ Klare Worte fand AK-Präsident Erwin Zangerl bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer.

Hart ins Gericht geht der AK-Präsident auch mit den Nationalratsabgeordneten. „Gesetze beschließt der Nationalrat, nicht die Regierung. Also müssen die Abgeordneten die ungerechten Einschnitte gegenüber ihren Wählern, sprich den Opfern, rechtfertigen“, sagt Zangerl. „Ich erwarte von den Tiroler Abgeordneten, dass sie diesen Raubzug auf die Geldtaschen der Familien nicht zulassen.“ In diesem Zusammenhang richtet Zangerl auch einen dringenden Appell an den Tiroler Landtag. „Wir in Tirol müssen dem Beispiel Vorarlbergs folgen und das Paket der Bundesregierung ablehnen, wenn es der Landespolitik wirklich ernst ist mit der Behauptung, Tirol sei das familienfreundlichste Land.“ Der Landtag müsse es den Kirchen, Familienvereinen und Sozial- und Pflegeverbänden gleichtun.

Familien als Krisenopfer
„Es ist ein Hohn gegenüber den Familien, wenn die Regierung die­se Einsparungen als sozial ausgewogen bezeichnet und genau bei jenen den Gürtel enger schnallen will, die gar kein Loch mehr im Gürtel haben – bei den Familien“, ärgert sich der AK-Präsident. Und weiter: Tirol sei noch weit weg von Familien- und Arbeitnehmerfreundlichkeit. „Die Einkommen hinken nach wie vor nach, Leben und Wohnen sind überdurchschnittlich teuer. Viele Tiroler können sich Tirol nicht mehr leisten, das ist die traurige Realität.“

Die AK-Vollversammlung verlangte schlussendlich in einer einstimmigen Resolution die Rücknahme bzw. Abfederungen bei den geplanten unsozialen Sparmaßnahmen der Bundesregierung gegenüber Familien, Pendlern, Pensionisten und Pflegebedürftigen. „Weil sonst der soziale Friede im Land in Gefahr ist“, warnt Präs. Zangerl.

AK-Budget beschlossen
Der AK-Voranschlag für das Jahr 2011 in Höhe von fast 33,6 Millionen Euro wurde von den KammerrätInnen einstimmig beschlossen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten und damit der Ausgaben wird im Jahr 2011 verstärkt in der Rechtsberatung und dem Rechtsschutz für die Tiroler AK-Mitglieder liegen. Die Einnahmen der AK Tirol kommen fast zur Gänze aus den Beiträgen ihrer Mitglieder.

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen