Baur glaubt an Energieautarkie

"Zuerst die gute Nachricht: Wir schaffen die Energiewende, weil uns die Sonne jeden Tag 15.000 mal mehr Energie auf die Erde herunterschickt, als alle 6,5 Mrd. Menschen brauchen!” schickt die grüne Klubobfrau und Gemeinderätin von Sistrans, Christine Baur, voraus.
“Die Energiewende ist aber auch ein hartes Stück Arbeit und ein Wettlauf mit der Zeit – aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen. Denn im Handumdrehen kommen wir nicht aus der Abhängigkeit von Öl und Gas heraus”, betont Baur.

Die Universität Innsbruck hat bereits 2010 eine Machbarkeitsstudie für Österreich erstellt: „Energieautarkie 2050“. Die Hauptaussage ist, dass Österreich zwar Energie mit anderen Ländern austauschen wird, der Saldo über das Jahr gesehen aber Null sein muss. “Das heißt, wir müssen die erneuerbaren Energien, die wir brauchen, im eigenen Land erzeugen. Und das beginnt in den Gemeinden”, stellt die grüne Gemeinderätin klar. “Genau aus diesem Grund soll – ausgehend von einer Initiative der Sistraner Grünen – ein Energieentwicklungsplan für das südöstliche Mittelgebirge erstellt werden. Dafür ist es notwendig, den Energiebedarf und das Energiedargebot der einzelnen Gemeinden zu erheben. Der Plan steht, die Kooperationspartner sind bereit – aber manche Gemeinden lassen aus.”

In Tulfes scheiterte die Zusage nur knapp – die Hälfte des Gemeinderates sprach sich dafür aus, die andere Hälfte war dagegen. Von den ursprünglich interessierten sieben Gemeinden sind es nur noch drei, die diese Strategie umsetzen wollen. “Dabei sind die Kosten mit 2,50 Euro pro EinwohnerIn sehr überschaubar. Ich fordere die Gemeinden des südöstlichen Mittelgebirges noch einmal ausdrücklich auf, die Energiewende auf kommunaler Ebene möglich zu machen.”

“Mit einem Mix aus Energieeinsparung, etwa durch gut gedämmte Gebäude, Energieeffizienz und Umstieg auf erneuerbare Energien wie Sonne, Biomasse, Erdwärme, Wasser und Wind muss das große Ziel der Energiewende gelingen. Es muss von unten nach oben wachsen. Sistrans und das südöstliche Mittelgebirge müssen hier unbedingt dabei sein. Das ist mein politisches Ziel für meinen Lebensraum”, schließt die grüne Klubobfrau.

Autor:

Stefan Fügenschuh aus Hall-Rum

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