„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“

Der Neue: Thomas Pupp will die Wohnbauförderung eingehend prüfen.
  • Der Neue: Thomas Pupp will die Wohnbauförderung eingehend prüfen.
  • Foto: Gstraunthaler
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Pupp ist Innsbrucker, dort Spitzenkandidat der SPÖ und er wird die Aufgaben Sport, Natur- und Umweltschutz sowie die Wohnbauförderung übernehmen. Wir baten den Neo-Landesrat zum Interview:
Was bedeutet für Sie Politik generell?
PUPP: „Zurzeit befindet sich die Politik in einer Vertrauenskrise, was sehr schade ist, denn Politik sollte uns alle angehen. Da müssen alle Parteien gegensteuern. Ich sehe Politik als großen Dienst an den Menschen, mit dem Mut zu gestalten.“
Die Grünen laden Sie zum Hearing und entscheiden dann, ob sie Ihrer Wahl zustimmen. Werden Sie sich stellen?
„Der SPÖ-Klub wird noch vor dem Oktober-Landtag die anderen Klubobleute zu einem gemeinsamen Termin mit Gerhard Reheis und mir einladen. Dabei möchte ich mich jenen, die mich noch nicht kennen, vorstellen und Fragen beantworten. Wir haben also bereits ein Hearing, ein weiteres ist nicht notwendig.“
Wird es bei der Wohnbauförderung Änderungen geben und wie wird die WBF für den urbanen Bereich gestaltet, denn gerade hier ist diese nicht immer wirkungsvoll?
„Die Tiroler Wohnbauförderung ist im Vergleich zu anderen Bundesländern gut aufgestellt, da hat Hannes Gschwentner tolle Arbeit geleistet. Dennoch wird Wohnen immer mehr zum finanziellen Spießrutenlauf. Ich werde gleich nach meinem Amtsantritt mit allen wichtigen Beteiligten der WBF Gespräche über eine Systemverbesserung führen. Wenn wir intelligent an allen Rädchen drehen, sollten leistbarere Dächer über den Köpfen der TirolerInnen möglich sein.“
Freut Sie die aufgeschobene E10-Treibstoff-Einführung als Naturschutzlandesrat?
„Es verhungern Menschen, weil sie kein Brot haben, wir würden damit unsere Autos füttern. Das passt nicht zusammen.“
Immer wieder wird Tempo 100 auf den Tiroler Autobahnen gefordert. Ihre Einstellung?
„Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, mich über Tempo 100 zu ärgern. Aber als verantwortungsvoller Politiker gilt es, gerade für das belastete Inntal ein gescheites Paket für die Menschen und die Umwelt zu schnüren. Ich werde mir also auch in diesem Bereich schnellstmöglich einen Überblick über eine sinnstiftende Lösung verschaffen.
Werden Sie am 28.9. in Vomp bei der Bürgerversammlung auf der Autobahn dabei sein?
„Ich verstehe die Empörung der Demonstranten im Lichte der Entscheidung des EuGH, das sektorale Fahrverbot aufzuheben. Hier hat der Gerichtshof an der Bevölkerung vorbei entschieden. Als künftiges Mitglied der Tiroler Landesregierung ist es jedoch meine Aufgabe, sinnvolle Umweltmaßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung umzusetzen. Mein Platz ist daher der Verhandlungstisch, nicht die Straße.“
Wie stehen Sie zur geforderten Turnstunde pro Tag in den Pflichtschulen?
„Positiv, eh klar, aber eine Stunde ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Über regelmäßige Bewegung in der Schule sollten wir nicht einmal diskutieren müssen. Abhilfe würde da sicher die Ganztagesschule schaffen, mit Sporteinheiten am Morgen und am Nachmittag. Es ist auch nicht einzusehen, dass es bis zur Matura zwei Religionsstunden pro Woche gibt, aber nur eine Turnstunde. Und Sport ist das beste Rezept, um vom schulischen Stress runterzukommen.“
Zum Abschluss: Charakterisieren Sie den derzeitigen Zustand der Tiroler SPÖ.
„Ich orte überall Aufbruchstimmung. Hannes Gschwentner hat die Weichenstellung für die nächsten Jahre mustergültig selbst vorgenommen. Unsere Positionen sind bezogen. Ich freue mich schon darauf, starten zu können.“
Interview: Sieghard Krabichler

Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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