Kampf um Gehsteig in Thaur

Jo Bertsch

Das „Nein!“ des Thaurer Bürgermeisters Konrad Giner zum Gehweg entlang der neuen Straße durch die Thaurer Felder stößt bei den beiden Oppositionsfraktionen im Thaurer Gemeinderat auf entschiedenen Widerstand.

THAUR (sf). „Die Grundzusammenlegung war der gemeinsame Wille aller Fraktionen – auch von uns“, stellt GR Joe Bertsch von der Liste BIT klar. „Wir haben im Beschluss vom 5. August 2008 die Positionen der Gemeinde klar formuliert. Dazu zählt auch die Forderung nach einem eigenen Weg für Radfahrer und Fußgänger neben dem Hauptzubringer. Diesen Beschluss haben damals auch die Gemeinderäte der beiden VP-Listen geschlossen mitgetragen“, erinnert sich Bertsch.

Bertsch will Platz für alle
Das Argument von Bgm. Konrad Giner, für den Gehweg sei wegen der drei Meter breiten Versickerungsrinnen links und rechts der Straße kein Platz, lässt er nicht gelten: „Dass es Versickerungsmulden, Retentions- und Ökoflächen und auch den Streifen für Alleebäume braucht, ist klar. Aber Fußgänger und Radfahrer brauchen den Platz ebenso! “

„Aufgrund der immer noch gültigen Gemeinderatsbeschlüsse müsste eigentlich auch ein Gehweg eingeplant werden. Dann kann man auch erst seriös sagen, wie teuer er kommt“, meint Bertsch, der auch darauf verweist, dass die Gemeinde den 1,50 m breiten Grundstreifen nicht für Geld kaufen sondern auch durch Grundstückstausch erwerben könnte.

Keine Grundstücksreserven
„Wir haben keine freien Grundstücksreserven mehr“, entgegnet Bgm. Konrad Giner, „die Felder die wir haben brauchen wir um Grund für das geplante Wohnprojekt ‚Haus der Gernerationen‘ einzutauschen. Giner verweist auch darauf, dass die Planungen beim Land Tirol liegen, auf das Ergebnis müsse man warten, der Gemeinderat wird darüber wahrscheinlich im September noch einmal abstimmen. Der Bürgermeister will aber nach wie vor aus Kostengründen auf einen eigenen Geh-und Radweg verzichten.

Nicht aufgeben will aber GR Bertsch: „Ein Gehweg ist eigentlich selbstverständlich. Sollen etwa ausgerechnet die schwächsten Verkehrsteilnehmer – Fußgänger und Radfahrer – den Hauptzubringer nutzen?“, fragt er sich. Der Hinweis auf die Begleitwege für landwirtschaftliche Fahrzeuge hält er für einen Witz. „Deren Zustand ist uns allen hinlänglich bekannt. Die teils exzessive Verschmutzung, die unfreiwilligen „Duschen“ durch die Bewässerung und die Traktoren mit überbreiten Geräten sind unzumutbar. Fußgängern und Radfahrern wird es in Zukunft nicht viel besser gehen als jetzt“, fürchtet Bertsch.

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