Tiroler Teilhabegesetz
LRin Fischer besucht gemeindenahes Wohnprojekt der Lebenshilfe

v.li.: Lebenshilfe-Regionalleiter Lorenz Kerer, Soziallandesrätin Gabriele Fischer, Lebenshilfe-GF Georg Willeit, Eva Fleischer (Professorin am Department für Soziale Arbeit am MCI) und Angela Kerschbaumer, Leiterin des Lebenshilfe-Wohnprojekts Hall im Innenhof der Wohnanlage in der Unteren Lend, in der sich die vier selbstbestimmten Wohngemeinschaften der Lebenshilfe befinden.
  • v.li.: Lebenshilfe-Regionalleiter Lorenz Kerer, Soziallandesrätin Gabriele Fischer, Lebenshilfe-GF Georg Willeit, Eva Fleischer (Professorin am Department für Soziale Arbeit am MCI) und Angela Kerschbaumer, Leiterin des Lebenshilfe-Wohnprojekts Hall im Innenhof der Wohnanlage in der Unteren Lend, in der sich die vier selbstbestimmten Wohngemeinschaften der Lebenshilfe befinden.
  • Foto: Land Tirol/Reichkendler
  • hochgeladen von Laura Sternagel

HALL. Den „ersten Geburtstag“ des Tiroler Teilhabegesetzes nahm LRin Fischer zum Anlass, selbstbestimmte Wohngemeinschaften der Lebenshilfe in der Unteren Lend in Hall in Tirol zu besuchen.

Dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können, ist eine der zentralen Forderungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. In Tirol wurde dies in den Bestimmungen des Tiroler Teilhabegesetzes (THG) umgesetzt, welches vor rund einem Jahr in Kraft getreten ist.
Im Zuge dessen besuchte LRin Fischer eine Wohngemeinschaft in Hall in Tirol. Dort wohnen seit 2016 acht Personen in vier Wohnungen einer Wohnanlage der Stadt Hall. Die AssistentInnen unterstützen sie dabei in ihren eigenen vier Wänden bei einem möglichst selbstbestimmten und erfüllten Leben. Weitere KlientInnen der Lebenshilfe, die ebenso mobil begleitet werden, wohnen verteilt in der Stadt Hall. „Statt auf Wohnhäuser setzt die Lebenshilfe in ganz Tirol seit 2013 auf kleine Wohnungen bzw. Wohngemeinschaften. Diese Kleinstrukturiertheit ist ganz wichtig für ein selbstbestimmtes Leben“, stellt Georg Willeit, Geschäftsführer der Lebenshilfe, klar.

Studie bestätigt Erfolg

Wie gut diese Kleinstrukturiertheit funktioniert, zeigt eine Studie des Management Center Innsbruck (MCI). Sie bestätigt, dass BewohnerInnen kleinstrukturierter Wohnformen ihre Bedürfnisse besser zu erkennen und artikulieren können. In weiterer Folge kann die Assistenz zielgerichteter gestaltet werden. Die begleiteten Menschen schätzen diese Freiräume und ihre Privatsphäre – sie sind zufriedener, aktiver und selbständiger. Weitere Vorteile stellen sie besseren Rückzugsmöglichkeiten, mehr Freiraum und weniger Abstimmungsbedarf mit MitbewohnerInnen dar.
„Unterm Strich ist es ein großer Gewinn für alle. Das, was wir bis jetzt gelernt haben, ermutigt uns, diesen Weg hin zu einem selbstbestimmen, erfüllten und barrierefreien Leben konsequent weiter zu gehen“, plant der Willeit einen weiteren Ausbau.

Mobile Unterstützungsleistungen müssen weiter ausgebaut werden

„Ein besonders wichtiger Punkt im Tiroler Teilhabegesetz ist der Ausbau der mobilen Unterstützungsleistungen. Damit haben Menschen mit Behinderungen noch mehr Wahlfreiheit zwischen dem Wohnen im eigenen häuslichen Umfeld und dem Wohnen in stationären Einrichtungen. Auch diese Wahlfreiheit ist ein essentieller Teil des selbstbestimmten Lebens“, so LRin Fischer abschließend.

Mehr aus Hall in Tirol

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen