„Unsere Leistungen sind vom Wähler nicht belohnt worden“

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Die Absamer ÖVP ist bei den letzten Wahlen regelrecht abgestürzt. „Wir haben alle gemeinsam gekämpft und haben auch gemeinsam verloren“, betont der frühere Obmann Zanger, „es gab bei uns nie einen Streit um Personen oder die Wahlkampfstrategie.“

ABSAM (sf). Klaus Zanger war viele Jahre für die ÖVP aktiv. „Bereits im Jahr 2004 war ich als Bürgermeisterkandidat im Gespräch, habe aber schon damals abgelehnt, weil ich als Unternehmer, der rund um die Uhr für seine Firma da ist, einfach keine Zeit habe“, erinnert sich Zanger. Als 2008 der Posten des ÖVP-Vizebürgermeisters frei wurde, besetzte der erfahrene Gemeinderat Johann Holzhammer die Stelle. „Der Hans war bereit für das Amt und hat das auch gerne gemacht“, erklärt Zanger, „da war es nur logisch, ihn auch als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters aufzubauen.“

Im Herbst 2008 wurde dann auch beschlossen, dass die beiden ÖVP-Fraktionen im Absamer Gemeinderat zur Liste „Gemeinsam für Absam-ÖVP“ fusionieren. In der schriftlichen Fusionsvereinbarung vom 1.1. 2009 wurde festgehalten, dass Vizebgm. Johann Holzhammer der Bürgermeisterkandidat der ÖVP ist. Im Herbst 2009 übernahm Holzhammer das Amt des Ortsparteiobmanns von Zanger. „Wir waren uns damals einig und haben Holzhammer immer unterstützt“, tut Zanger Gerüchte, er selbst wäre zwischendurch als Kandidat im Gespräch gewesen, als Unsinn ab.

Große Enttäuschung am Wahltag
Bis zuletzt hofften Zanger und seine Mitstreiter auf ein gutes Abschneiden bei der Wahl. „In Absam wurde in den vergangenen Jahren sehr gut gearbeitet. Die SPÖ und die ÖVP waren immer gleichberechtigte Partner. Wir haben alle Versprechen des Jahres 2004 gehalten und unser Programm umgesetzt“, bilanziert Zanger. „Nie wurde in Absam so viel gebaut wie in den letzten Jahren und das, ohne neue Schulden zu machen. Leider haben die Absamer offensichtlich alles Positive dem Bürgermeister Arno Guggenbichler und nicht uns zugeschrieben“, ist Zanger heute noch enttäuscht.

Durch die Wahlniederlage wird die ÖVP-Liste nur mehr fünf Mandatare haben. „Ich habe auf mein Mandat verzichtet, damit für mich ein Junger nachrücken kann, und nicht, weil ich zum Rücktritt aufgefordert worden bin“, erklärt Zanger seinen Rückzug aus der Politik. „Wir haben viele junge engagierte Leute, die sich in den nächsten Jahren sicher bewähren werden, denen wollte ich nicht im Weg stehen“, so Zanger abschließend.

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Bezirksblätter Hall-Rum aus Hall-Rum

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