50 Jahre Sprungschanze Absam

TSV Kurs Absam (1970), inkl. Wilfried Vettori, Ernst Vettori und Andreas Felder
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  • TSV Kurs Absam (1970), inkl. Wilfried Vettori, Ernst Vettori und Andreas Felder
  • Foto: Nordic Team Absam
  • hochgeladen von Stefan Fügenschuh

ABSAM. Vor genau 50 Jahren begannen im Zuge der Universiade 1968 in Innsbruck die Bauarbeiten an der FISU Schanze in Absam. Die Geschichte dieser für viele so wichtigen Sprunganlage ist ereignisreich und faszinierend und zeigt in eindrucksvoller Manier, wie viel Arbeit und Hingabe nötig waren, um dieses erfolgreiche Stück Tiroler Sportgeschichte zu ermöglichen.
Im Winter 1964 war Wilfried Vettori als Streckenchef bei den olympischen Langlaufbewerben in Seefeld tätig. Zusammen mit dem damaligen Unterrichtsminister Prof. Fred RÖssner entstand die Idee, sich für die Universiade 1968 zu bewerben. Aus der Idee wurde Realität und aufgrund der Tatsache, dass Seefeld als Austragungsort von Profi Rennen nicht als Veranstalter für die Skisprungbewerbe in Frage kam, lag es nun an Wilfried Vettori, einen neuen Standort für eine Skisprunganlage in Innsbruck Umgebung ausfindig zu machen. Zusammen mit dem damals sehr renommierten Schanzenbauer Dipl.-Ing. Hans Peyerl begannen die Bauarbeiten im Mai 1967.
Beim Bau der Schanzenanlage standen die Verantwortlichen immer wieder vor großen Problemen, die für Wilfried Vettori nach dem ersten Versuch die Schanze zu bespringen sogar mit einem mehrwöchigen Aufenthalt im Krankenhaus endeten. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz gelang es dem engagierten Team die Schanze rechtzeitig vor dem Beginn der Universiade im Winter 1968 fertigzustellen und die Skisprungbewerbe vor den Augen zahlreicher begeisterter Zuschauer durchzuführen.
Nach der Universiade begann ein neues Kapitel der Absamer Skisprunggeschichte. Unter der Leitung von Wilfried Vettori wurde die Schanze zum Zentrum einer neuen Skisprunggeneration. Viele Karrieren von großen nordischen Sportlern begannen in Absam und deren zahlreiche Erfolge und Medaillen bestätigten den großen Wert der Sprunganlage. Skisprunggrößen wie Ernst Vettori, Andreas Felder oder Werner Haim sind beispielhaft für die vielen Sportler, die in Absam den Grundstein ihrer Karrieren legten.
1989 wurde die Vereinsarbeit eingestellt und es dauert elf Jahre, bis es wieder Wilfried Vettori war, der der Schanze im Jahre 2000 wieder neues Leben einhauchte. Schnell entwickelte sich wieder eine neue Generation von skisprungbegeisterten Athleten, die bis heute aktiv im internationalen Skisprungzirkus mitmischen.
Heuer jährt sich der Bau der Absamer Sprungschanze zum 50.mal und das Nordic Team Absam und der HSV Absam Bergisel nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um die Wichtigkeit und den unschätzbaren Wert dieser Sportstätte im Zuge eines großen Festspringens zu feiern. Bei freiem Eintritt können sich die Besucher am 30.Dezember auf ein Skisprungfest der Extraklasse freuen.

TSV Kurs Absam (1970), inkl. Wilfried Vettori, Ernst Vettori und Andreas Felder
Olympiasieger Yukio Kasaya (JPN), Universiade  Absam 1968

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