Corona-Krise
„Heimischen Händlern droht eine Insolvenzwelle"

Die Corona-Krise stellt den Tiroler Handel – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen  vor große Herausforderungen.
  • Die Corona-Krise stellt den Tiroler Handel – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen.
  • Foto: Symbolbild (Pixabay)
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Seit letzter Woche gibt es wieder Erleichterung für den Handel. Dass die Regelung nicht für alle gilt, sorgt für Kritik.

TIROL. Die Corona-Krise stellt den Tiroler Handel – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Geschäfte vieler Branchen müssen momentan geschlossen bleiben, es werden keine Umsätze gemacht. Die 400 Quadratmeter Beschränkung lässt viele Händler momentan verzweifeln. So durften letzte Woche Dienstag nur kleinere Geschäfte und Baumärkte aufsperren, die maximal 400 Quadratmeter Fläche für Kunden zu Verfügung haben. Diese Verordnung gilt bis 30. April. Andere Geschäfte können frühestens Anfang Mai wieder öffnen. Und das auch nur vielleicht. Es hängt davon ab, wie sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen entwickelt. Stark kritisiert wird diese Maßnahme von Wolfgang Feucht – Gremialobmann der Wirtschaftskammer für Mode und Freizeitartikel. „Den heimischen Händlern droht eine Insolvenzwelle – da der Großteil der Waren für heuer bereits bestellt, geliefert und vorfinanziert wurden – die Händler sitzen auf hohen Warenlagern und können diese auch nicht in dem Umfang verkaufen", so Feucht.


Bestellungen vorfinanziert


Der Gremialobmann betont, dass viele Bestellungen für das Jahr 2020 bereits zu 90 Prozent im Jänner abgegeben wurden und nur in Einzelfällen korrigiert werden können. Da im Mode-, Sport und Schuhhandel das meiste Kapital im Warenlager steckt, (das reicht von 100.000 Euro pro Saison für kleiner Geschäfte bis zu mehreren Millionen) ergibt sich daraus eine schwierige finanzielle Situation für die weitere Finanzierung des Warenlagers, heißt es.

Hoffen auf schnelle Hilfe

Feucht fordert deshalb, dass die Hilfsmaßnahmen des Staates rasch bei den Unternehmen ankommen und auch Anpassungen des Corona-Hilfs-Fonds durchgeführt werden sollen. Andernfalls droht vielen Händlern und damit auch ihren Mitarbeitern das aus. „Jeder kann sich vorstellen, was das für unsere Städte bedeutet – leer stehende Geschäfte, wenn überhaupt nur noch Internationale Ketten, etc. Die 400 Quadratmeter Beschränkung sehen wir als falsch, man kann auch die 20 Quadratmeter pro Kunde auf größere Geschäfte anwenden, wie der Lebensmittelhandel zeigt", kritisiert Feucht.

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