Neue Erkenntnisse Tiroler Covid-19-Kinderstudie:
„Kinder und Jugendliche sind deutlich stärker belastet"

Kathrin Sevecke leitet die tirolweite Studie über das psychische Befinden von Kindern während der Covid-19-Pandemie.
  • Kathrin Sevecke leitet die tirolweite Studie über das psychische Befinden von Kindern während der Covid-19-Pandemie.
  • Foto: FMUI
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Wie gut sich Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren seit den Öffnungsschritten erholt haben, steht im Zentrum des dritten Teils der Tiroler Covid-19-Kinderstudie.

HALL/INNSBRUCK. ExpertInnen der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hall untersuchen, wie sich die Lebensqualität der Kinder in Tirol und Südtirol in der Pandemie entwickelt hat. Bisherige Ergebnisse der zweiten Teilstudie wiesen bei 15 Prozent der Kinder klinisch relevante Krankheitszeichen auf. Jetzt wird die Untersuchung noch einmal vertieft. „Wir haben eine zunehmende emotionale Belastung der Kinder eruieren können. Wir haben mehr Angstsymptome, mehr Traumasymptome und eine schlechtere Lebensqualität“, schickte die Klinikdirektorin und Studienleiterin Kathrin Sevecke am Dienstag in einer Presseaussendung voraus.

Zu Beginn des Jahres hatten 708 Familien mit Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren aus Nord- und Südtirol an der Online-Erhebung teilgenommen. Die erste Umfrage fand bereits im März 2020 statt, hier wiesen nur drei Prozent der Kinder klinisch relevante Symptome auf. In einer Videobotschaft ruft die Klinikdirektorin und Studienleiterin, Kinder und Eltern auf, an der anonymisierten Online-Erhebung teilzunehmen.

Teilnehmer gesucht

Alle Kinder von 8 bis 12 Jahren und Eltern von Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren aus Tirol und Südtirol sind eingeladen.Die Fragebögen können zwischen 10. Juni und 31. Juli 20221 beantwortet werden, diese dauert ca 15 Minuten. Ergebnisse, Empfehlungen und Hilfsangebote werden im Anschluss an die Befragung eingeblendet. Die Fragebögen werden anonym ausgewertet und sind ab 10. Juni unter https://kidscreen.ches.pro abrufbar.  „Wir gehen von emotionalen Wellenbewegungen auf die psychische Gesundheit der Kinder aus. Sie würden uns sehr helfen, auch bei zunehmenden Lockerungen, die Entwicklung der psychischen Gesundheit der Kinder weiterverfolgen und Schlüsse ableiten zu können. Deshalb würden wir uns über eine Teilnahme sehr freuen", appelliert Sevecke.

Mehr dazu

Weitere Nachrichten finden Sie hier.

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen