Buchungsrückgang
Reisebus-Branche kämpft sich durch die Krise

Dieser Reisebus wartet hoffentlich nicht mehr lange auf Gäste.
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  • Dieser Reisebus wartet hoffentlich nicht mehr lange auf Gäste.
  • Foto: Lüftner Reisen
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Die Erfolgsgeschichte der Firma Lüftner Reisen startete im Jahr 1948 mit einer Busverbindung zwischen Wörgl und Wildschönau. Aus dem Familienbetrieb wurde nach über 70 Jahren eines der erfolgreichsten Reisebusunternehmen, welches von Christof Lüftner und Sohn Lukas geführt wird. Die zahlreichen Stornierungen aufgrund der Corona-Krise waren auch für das Unternehmen ein schwerer Schlag.

RUM. Das heurige Jahr war auch für viele Reisebusbetriebe eine enorme Herausforderung. Aufgrund der Reisewarnung Deutschlands und der Ampelregelung Österreichs wurden viele Betriebe mit einen Umsatzrückgang konfrontiert. Auch das Reisebusunternehmen Lüftner Reisen musste zahlreiche Stornierungen verbuchen. Die aktuellen Reisewarnungen lässt viele Unternehmer laut aufstöhnen. „Stornierungen waren in letzter Zeit bei Reisen in Länder mit Reisewarnung nicht zu vermeiden. Die Reisebusbranche ist im Gegensatz zu den Gastgewerbebetrieben im geringeren Ausmaß von Reisenden aus Deutschland abhängig", so der Geschäftsführer, Christof Lüftner. Der für die Reisebusbranche wichtige internationale Tourismus von Großbritannien und USA fällt derzeit zur Gänze aus. Schon lang ausgebuchte Radreisen nach Deutschland mussten aufgrund der aktuellen Reisewarnung gecancelt werden. „Die Auftragslage ist im Vergleich zu den Vorjahren um ca. 80 % zurückgegangen. Einheimische Gruppen buchen vereinzelt Mehrtages- und Tagesfahrten. Die von uns kurzfristig ausgearbeiteten Reisen in Österreich finden große Akzeptanz," betont Lüftner. Auch die Mitarbeiter mit Ausnahme der Linienfahrer blieben von der Kurzarbeit nicht verschont. Als Maßnahme hat das Unternehmen Konzepte ausgearbeitet, um erfolgreich die kommenden Hürden zu meistern, erklärt der erfahrene Unternehmer. „Bereits in den letzten Monaten haben wir Programme für unsere heimischen Kunden für Kultur-, Wander- und Radreisen ausgearbeitet. Sie wurden sehr gut gebucht und diesen Weg werden wir verstärkt auch im nächsten Jahr fortsetzen." Trotz der derzeitigen Situation und Umstände will Lüftner positiv in die Zukunft blicken. Die Entwicklung am internationalen Reisemarkt hängt nicht nur von der Lage in Österreich, sondern auch wesentlich von der Situation in den Herkunftsländern ab. Derzeit ist mir eine Beurteilung der kommenden Wintersaison nicht möglich. Mit Ausnahme eines unrühmlichen Verhaltens einzelner Gruppen, die offensichtlich dadurch ein ganzes Land in Geiselhaft nehmen, beurteile ich die Lage in Österreich positiv und keinesfalls bedenklich", gibt Lüftner zu denken.

Kammerobmann beunruhigt

Obmann der Tiroler Autobusbranche, Franz Sailer, zeichnet ein düsteres Stimmungsbild. „Es bedarf keiner umfassenden betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, um zu erahnen, wie es der Reisebusbranche geht. Seit März ist der nationale und internationale Reiseverkehr fast vollends zum Erliegen gekommen und die Aussichten für nächstes Jahr sind auch ernüchternd."

Dieser Reisebus wartet hoffentlich nicht mehr lange auf Gäste.
Christof und Lukas Lüftner sehen die Aussichten für nächstes Jahr auch ernüchternd.
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