01.09.2014, 08:28 Uhr

Innsbruck: Interreligiöses Gedenken an den Ersten Weltkrieg

(Foto: Diözese)

Bischof Scheuer und Vertreter aus Christentum, Judentum und Islam
beten am 5. September beim "Goldenen Dachl" gemeinsam für den Frieden

(kathpress). Ein deutliches Zeichen der Religionen für
den Frieden soll am 5. September in Innsbruck gesetzt werden: Zum
Anlass des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des
Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren laden Pax Christi, die
Gemeinschaft Sant'Egidio und die Fokolarbewegung zu einem
Friedensgebet um 17 Uhr beim "Goldenen Dachl". Unter dem Motto "Nie
wieder Krieg!" werden auch Vertreter anderen christlichen
Konfessionen sowie der israelitischen Kultusgemeinde und der
islamischen Religionsgemeinschaft erwartet. Die Initiative geht auf
Diözesanbischof und Pax-Christi-Präsident Manfred Scheuer zurück,
der die Gedenkfeier auch leiten wird.

Wie die Diözese Innsbruck bekanntgab, wollen die Vertreter der in
Tirol ansässigen Religionen und Kirchen durch das gemeinsame
Gedenken und das Gebet ein Bekenntnis für ein wertschätzendes,
friedliches Zusammenleben und ein Zeichen der Hoffnung für die
Zukunft setzen.

Das Innsbrucker Friedensgebet der Religionen bildet einen Höhepunkt
des diesjährigen Weltkriegs-Gedenkfeiern, zu denen die
östereichischen Bischöfe die Pfarren, kirchlichen Gemeinschaften und
Gruppierungen eingeladen haben. Österreichweit solle, so das
Anliegen der Bischöfe, bei den Denkmälern der Toten gedacht und
Zeichen der Versöhnung gesetzt werden, "um für den Frieden zu beten
und darum, selbst Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu sein".
Die meisten Feiern sind ökumenisch und interreligiös ausgerichtet
und werden oft auch von Kameradschaftsverbänden und
Friedensinitiativen begleitet.

Weitere Beiträge zum Weltkriegs-Gedenken im Kathpress-Themenpaket
unter www.kathpress.at/1914
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