05.10.2017, 11:57 Uhr

Absamer Volksschule mit Architekturpreis ausgezeichnet

Erweiterung Volksschule Absam-Dorf, Tirol (Foto: Kurt Hoerbst)
ABSAM. Bundesminister Andrä Rupprechter zeichnete  fünf besonders nachhaltige Architekturprojekte aus. Neben den Staatspreisträgern wurden noch weitere sechs Nominierte ausgezeichnet, darunter die Volksschule Absam Dorf.
Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ist die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für zukunftsfähiges Bauen. Damit würdigt das BMLFUW herausragende Gebäude und ermutigt zu Weiterentwicklungen und Innovationen. „Hochwertige Architektur und Energieeffizienz passen perfekt zusammen. Alle nominierten Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele bis 2050 und tragen dazu bei, die österreichische Baukultur nachhaltig weiterzuentwickeln“, so Rupprechter anlässlich der Verleihung.

Unterirdische Turnhalle schafft Platz

Die große und unter Denkmalschutz stehende Volksschule aus dem Jahr 1905 sitzt weithin sichtbar am Ortsrand von Absam. Obwohl der Ort für seine SpitzensportlerInnen bekannt ist, fehlte es an einer den Reglements entsprechenden Sporthalle mit Zuschauertribüne. Durch Zuzug und neue Richtlinien für die Kinderbetreuung war auch der Neubau des Kindergartens und der Kinderkrippe notwendig geworden. Die im Raumprogramm ebenfalls vorgesehene Musikschule mit Aufführungssaal wurde zugunsten einer weiteren Kindergartengruppe in das Dachgeschoss der Bestandschule verlegt.
Statt die besondere ortsbauliche Situation mit großvolumigen Baukörpern zu konterkarieren und um Freiraum zu gewinnen ist die Sporthalle in den Untergrund gesenkt. Der Neubau des Kindergartens nimmt sich als zweigeschossiger Holzbau mit ortsüblicher Putzfassade zurück. Das Ensemble von Alt und Neu ließ somit einen neuen und besonders wertvollen Platz entstehen, der nicht nur für schulische Belange, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft offen steht.

Der neue Kindergarten ist im Passivhausstandard ausgeführt und erfüllt alle Komfortkriterien an einen zeitgemäßen Bildungsbau. Die dabei erreichte Energieeffizienz bindet überdies erneuerbarer Ressourcen für die Bereitstellung des Restenergiebedarfs konsequent ein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.