10.03.2017, 13:55 Uhr

Gut Holz

Das Spiel der Könige - beliebt bei Alt und Jung.

Ob Schachtisch, Schachbrett, Schachfigur, Schachuhr oder Schachkasette - das Spiel der Könige setzt schon von Anfang an auf den Werkstoff Holz.

Schachspiele werden schon Jahrhunderte lang aus hochwertigen Hölzern hergestellt. Sowohl die Holzart als auch die Art, wie aufwändig Unterlage und zugehörige Figuren gestaltet sind, beeinflussen den Preis eines Schachspiels. Besonders exklusive Schachspiele aus tropischen Holzarten können weit über 1000 Euro kosten.

Das Schachbrett

Das Schachbrett ist die Unterlage, auf dem die Schachfiguren aufgebaut werden. Klassische Schachbretter bestehen aus Nuss- und Ahornholz - neben Vollholzbrettern gibt es auch Bretter aus miteinander verleimten Holzarten, oftmals verschönert mit kunstvollen Intarsienarbeiten. Etwas exklusiver sind ob ihrer Farbe und ihres Duftes Schachbretter aus Rosenholz, insbesondere das indische Rosenholz (Sheesham Holz) hat eine sehr hohe Dichte und damit Haltbarkeit. Verbreitet sind auch aufklappbare Schachkassetten, in deren Innern sich die Figuren befinden. Kassetten in kleinerer Ausführung werden als Reiseschach bezeichnet und bestehen ebenfalls aus Holz. In Kur- und Ferienorten oder in öffentlichen Parks gibt es oft „Schachbretter“ aus begehbaren quadratischen Platten, auf denen mit großen Holzfiguren gespielt wird.

Die Schachfiguren

Die heute verwendeten Schachfiguren bestehen zumeist aus Sheesham- und Buchsbaumholz. Die allgemein übliche Figurenform (Staunton-Figuren) wurde 1849 von Nathaniel Cook kreiert, von dem damals führenden Spieler Howard Staunton propagiert und 1924 vom Weltschachverband FIDE bei dessen Gründung übernommen. Der weltweite Erfolg dieser Figuren im 20. Jahrhundert begründet sich durch ihre Massivität und unkomplizierte Herstellung als Massenware. Historisch betrachtet, reflektiert das Aussehen der Schachfiguren mehr ihren kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund, als dass es die Regeln des Spiels in seine Form überträgt. So zeigt der mittelalterliche Kriegsknecht eines berühmten Spielsatzes aus dem 12. Jahrhundert schon an seiner Bewaffnung, welcher Zeit er angehört.

Die Legende von den Reiskörnern

Das Schachspiel wurde vor langer Zeit in Indien erfunden und schon von Beginn an wurde es auf einem Brett mit 64 Feldern gespielt. Weil der Indische Kaiser so großen Gefallen an dem Spiel gefunden hatte, wollte er den Erfinder des Spiels großzügig belohnen. Dieser sollte als Belohnung einen Wunsch äußern und dabei nicht zu bescheiden sein. Sein Wunsch lautete: „Gebieter! Befiehl, mir für das erste Feld des Schachbretts 1 Reiskorn auszuhändigen, 2 Körner für das zweite, 4 für das dritte und für jedes weitere Feld doppelt so viele Körner wie für das vorhergehende“. Der Kaiser fühlte sich gekränkt, da ihm das Ausmaß dieses Wunsches recht bescheiden vorkam. Letztendes konnte er dem Wunsch aber nicht nachkommen, da hierfür rund 18 Trillionen Reiskörner notwendig gewesen wären. Wenn man annimmt, dass ein Reiskorn 0,03 Gramm wiegt, dann wären das 540 Milliarden Tonnen Reis. Die jährliche Reisernte der ganzen Welt betrug im Jahr 2006 618,4 Millionen Tonnen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.