11.02.2017, 20:38 Uhr

Mini Med: Minimalinvasive Bauchchirurgie

Im Bild: Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano mit Mini-Med Moderator Prof. Dr. Dieter Zur Nedden.

Neuen Methoden zur Heilung von Gallenblase-, Pankreas-, Dickdarm- & Co-Problemen.

INNSBRUCK (mr). Bei der Abschlussveranstaltung des Mini-Med Wintersemesters stand diesmal Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano Rede und Antwort und klärte über die neusten Erkenntnisse zum Thema minimalinvasive Chirurgie auf. Dabei betonte Dr. Öfner den Ansatz, dass die Technik nach dem Patienten ausgerichtet werden soll und nicht umgekehrt.
Minimalinvasive Eingriffe (MIC) bilden heute die Sperrspitze der modernen Chirurgie - der Unterschied zu herkömmlichen Methoden ist jedoch nur der (verkleinerte) Zugang in den Körper, die Operation im Inneren bleibt die selbe. Trotzdem sollte man sich etwaige Vor- und Nachteile bewusst sein und nicht blind neuer Technik vertrauen. Der Patient muss bei der Frage nach der chirurgischen Methode stets im Mittelpunkt stehen und die Technik dem Bedarf des Patienten angepasst werden.
Des weiteren ging Dr. Öfner-Velano auch ausführlich auf die Geschichte der Chirurgie und speziell der MIC ein. Der erste wichtige Meilenstein war dabei die Vollnarkose - damals noch mit Äther (1846). Dadurch war es nun möglich die Schmerzen deutlich zu lindern und die OP-Zeit drastisch zu verlängern, was eine ungleich höhere Genauigkeit ermöglichte. Im Laufe der Zeit entwickelten sich nun auch zahlreiche chirurgische Spezialisierungen. Heutzutage ist für Patienten eher die Zeit nach der OP problematisch und nicht der Eingriff selbst. Minimalinvasive Chirurgie kann dem Genesungsprozess deutlich verkürzen, da kleinere Zugriffe naturgemäß auch kleinere Wunden hinterlassen und dementsprechend schneller verheilen können.

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Zur Sache:

Die Bauchchirurgie umfasst alle Operationen, die bei Erkrankungen von Organen in der Bauchhöhle vorgenommen werden müssen. Neben der Entfernung des Blinddarms oder der Gallenblase gehören auch die Operationen am Magen, an der Bauchspeicheldrüse, Leber, Milz, Dünn- und Dickdarm dazu. Einer der häufigsten Gründe für Operationen an diesen Organen sind Entzündungen oder Krebserkrankungen. Die Behandlung dieser Tumorerkrankungen erfordert neben einem professionellen interdisziplinären Umfeld eine hohe chirurgische Expertise und eine qualifizierte Intensivmedizin für die Betreuung der Patienten nach der Operation. Viele Operationen werden heutzutage in „Schlüsselloch-Technik“ durchgeführt.
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