04.12.2017, 10:50 Uhr

Neue Radwege für die Region

Die politischen Vertreter der Region: Christoph Walser (Thaur), Peter Hanser (Mils), Arno Guggenbichler (Absam), Eva Posch (Hall), Heidi Profeta (Gnadenwald), Thomas Oberbeirsteiner (Wattens), Romed Giner (Rum), Josef Schindl (Baumkirchen) und Josef Gahr (Fritzens). (Foto: PV Hall und Umgebung)

Planungsverband will neues Mobilitätskonzept ausarbeiten

REGION HALL (sf). „Wir sind übereingekommen, in einem ersten Schritt das Radwegenetz weiter auszubauen, die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs zu stärken und die Verkehrsabläufe auf der B 171 Tiroler Straße zu optimieren“, erläutert die Obfrau des Planungsverbandes und Haller Bgm. Eva Posch bei einem Treffen in Gnadenwald.
Nach dem Planungsstopp für die „Spange Hall Ost“ infolge der negativen BürgerInnenbefragung in Mils wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren eine umfassende Verkehrsanalyse durchgeführt.
„Wie bereits mehrfach versichert, steht das Land Tirol als Partner für die Neuordnung des Verkehrs in der Region zur Verfügung“, erklärt LHStv Josef Geisler.

Radverkehr und Öffis stärken

168.000 Wege pro Tag werden in der Region Hall Umgebung zurückgelegt, die Hälfte davon mit dem Pkw. Mehr als die Hälfte aller Autofahrten sind Wege bis maximal fünf Kilometer.
Der Radverkehr in der Region ist vergleichsweise schwach ausgeprägt, einige Radwege wie der Inntalradweg sind eher für Sportler und Ausflügler gedacht und nicht für Einheimische, die einkaufen oder in die Arbeit fahren wollen. Es fehlt aber z. B. an Radwegen parallel zur Dörferstraße oder von Mils nach Hall. Ein sinnvolles Radwegenetz kann aber nur durch überregionale Planung entstehen.
Das Busangebot ist zwar gut, die Nachfrage und Effizienz aber ausbaufähig. Laufend wird das Angebot erweitert, zuletzt der Milser Dorfbus, dieser Tage die S-Bahnstation in Thaur, nächstes Jahr der Thaurer Dorfbus. Ziel ist ein so engmaschiges Öffinetz, dass man jedes Ziel in der Region erreichen kann.

Die „Spange Hall Ost“ könnte doch noch kommen

Ein Aus für eine zusätzliche Straßenverbindung von der B 171 zur Autobahn bedeute das nicht. „Die Verkehrssituation am Unteren Stadtplatz und die durch den Durchzugsverkehr belasteten Gebiete in Hall sind und bleiben ein Thema, das wir lösen müssen“, bekräftigt Posch. Der Planungsprozess dafür werde nun unter frühzeitiger Einbindung der GemeinderätInnen und der Bevölkerung neu aufgesetzt. „Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um vorwärts zu kommen“, sind sich Geisler und Posch einig.
Das Land Tirol hat immer erklärt, eine neue Autobahnzufahrt nur an der optimalen Stelle errichten zu wollen. Wenn die Analysen ergeben, dass die Gemeindegrenze zwischen Hall und Mils der geeignetste Standort ist, dann soll auch, wie beim Projekt „Spange Hall Ost“ geplant, dort gebaut werden.
Das Land wird 2018 die Optimierung des Verkehrsablaufes an der B 171 am Unteren Stadtplatz, an der Kreuzung Galgenfeldstraße und bei der Anbindung der Gemeindestraße Remlrain in Mils durch eine Linksabbiegespur in Angriff nehmen.
KOMMENTAR: Spange Hall Ost könnte doch kommen
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.