15.08.2016, 23:17 Uhr

Schlossfest in Schloss Ambras

Im Schlosspark bei herrlichsten Wetter, feierten Spielleute, Fürsten und Edelfrauen in brokatenen Gewändern, die Ankunft des Fürsten.
Heute am 15. August am Feiertag, feierte man in und um das prächtige Schloss eine Reise in die Zeit der Rennaissance Gaukler, Wahrsager, Lautenspieler, und viele andere Gestalten aus der Zein um 1645, feierten den Einzug der Fürsten uns seiner Frau der edlen Philipine Welser. Eine Bürgerliche, welch Schande. Ihr Gemahl Ferdinand II. brachte nie den Mut auf dies seinem Vater zu berichte. Er baute das Schloss zur heutigen Größe aus und schenkte es seiner Gemahlin.

Das Renaissancefest auf dem Schloss Ambras in Innsbruck zieht jedes Jahr tausende Menschen an. Das Motto der Veranstaltung für die ganze Familie lautet in diesem Jahr „Spiel!“. Der Wettergott hatte ein Einsehen und bescherte den Veranstaltern ein Bilderbuchwetter, das seinesgleichen im heurigen Jahr nicht selbstverständlich ist und war.

Alte Musik, historische Spiele, und kulinarische Leckerbissen – das Schlossfest Ambras am 15. August hat viel zu bieten. Die Besucher mischen sich unter Künstler und Schausteller in prächtiger Kleidung, geschneidert nach historischen Vorlagen der Renaissance aus der Habsburger Porträtgalerie von Ambras. Nachdem ich die Feierlichkeiten im Freien Park genossen hatte, sah ich mich auch im Schloss um.
Zunächst in der Rüstkammer.

Blick in die Rüstkammer


In der Rüstkammer stehen viele glänzende Harnische von Riesen, Zwergen, den Kindern des Fürsten und ein paar Prunkharnische die auch wirklich bei den höfischen Turnieren angewendet wurden. Diese Turniere waren kein Spiel. Etliche Ritter kamen dabei ums Leben oder wurden schwer verletzt. Doch die Rüstungen in der Sammlung von Schloss Ambras weisen keine Dellen oder Löcher auf. Entweder waren dies von vorneherein nur Schaustücke und wurden nicht in echten Ritter-Stechen (so nannte man diesen "Spaß") verwendet, sondern nur zum herzeigen.
Ich ging weiter zur Kunst und Wunderkammer.

Blick in die Kunst und Wunderkammer


In dieser Abteilung der Sammlung im Schloss Ambras sind Gemälde die jeden Horror Hollywood Film die Show stehlen. Als erstes ein Bild des Grafen Dracula, oder "Vlad Dracul" wie er sich nannte. Das einzige Bildnis auf der Welt das dieses Urbild eines Vampirs zeigt, der wirklich gelebt hat. Bram Stocker schrieb um 1897 den Bestseller "Dracula" nach dem Vorbild dieses Monsters.
Mindesten ebenso Grausam war der Husittenführer Jan (Johannes) Zizka 1364-1424 von Trolznow der vor allem mit der Geistlichkeit der Kirche kurzen Prozess machte.
Ein wesentlich sanfterer Geselle war einer der Hofzwerge der "Tommele" nachfolgte der mit dem Tod der Philipine Welser aus der Geschichte verschwand. Hofzwerge galten in der Renaissance als Lebende Wunder und wurden an allen Fürstenhöfen hergezeigt. Dwarf kam um 1600 nach Ambras.
Ein merkwürdiger "Haarmensch" hatte ein aus Teneriffa stammender vollständig behaarter Mann, der drei Töchter hatte die alle stark, auch im Gesicht, behaart waren. die Älteste Madalena wurde um 1575 geboren.
Soweit die merkwürdigen Sammelstücke des Erzherzog Ferdinands II. Es gäbe natürlich viel mehr zu erzählen, aber ich will mich wieder auf das Schlossfest konzentrieren.

Zurück zum Schlossfest und dem Schloss.


Zum 21. Mal laden die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu einem Kulturfest mit Gauklern und Narren, Stelzengehern und Tänzern, Puppentheater und Konzerten sowie Schlossführungen für Kinder und Erwachsene. Jedenfalls möchte ich dieses Fest nicht missen und werde jedenfalls nächstes Jahr wiederkommen. An diesem herrlichen Augusttag nahm ich viele Eindrücke der Renaissance mit nach Hause. Farbenprächtige Erinnerungen werden mich immer an Schloss Ambras erinnern.


Schloss Ambras
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