06.10.2014, 14:50 Uhr

Begradigung der Gnadenwaldstraße

Die L225 soll von der linken Seite auf eine neue Trasse quer durch die Wiese verlegt werden.
Die S-Kurve ein paar hundert Meter nach der Walderbrücke auf der L225 ist der Gnadenwalder Gemeindeführung schon länger ein Dorn im Auge. "Es gibt in dort eine Stelle, die wegen ihrer Steilheit öfters zum Problem wird. Dort ist im Winter der Schulbus schon hängegeblieben, auch Unfälle häufen sich in diesem Bereich", erklärt der Gnadenwalder Bgm. Günther Strasser. Deswegen ist man schon mit der Bitte an das Land Tirol herangetreten, diesen Bereich zu entschärfen.
Jetzt will man ein Projekt gemeinsam mit Absam und Mils entwickeln, auf deren Gemeindegebiet dieser Straßenbereich liegt.
Im September befasste sich der Milser Gemeinderat mit dem Projekt. Eine neue Trasse könnte über einen Damm führen der quer über eine Wiese in Mils aufgeschüttet wird. "Wir haben uns mit dem Projekt befasst. Wir haben Verständnis für den Wunsch der Gnadenwalder und stehen dem Vorhaben positiv gegenüber, solange uns keine Kosten dadurch entstehen", meint der Milser Bgm. Peter Hanser.
Skeptischer sind da schon einige Bürger, die im Norden von Mils wohnen. Sie befürchten, dass die neue Straße zu Lärmbelästigung führt. Außerdem bedauern sie, dass eine große Wiese dafür geopfert werden soll. Auch das Sicherheitsargument überzeugt sie nicht. "Die bestehende Straße mit der engen S-Kurve zwingt doch zum langsam fahren. Die neue schnurgerade Straße würde sicher als Rennstrecke mißbraucht werden. Das kann doch nicht im Interesse der Gnadenwalder sein", erklärt ein Anrainer.

Baubehörde positiv

"Das Projekt ist von unserer Seite fertig und absolut sinnvoll", erklärt Werner Huber, Leiter des Baubezirkamtes. "Momentan gibt es eine Stelle, die 18 Prozent Steigung hat. Das ist im Winter problematisch, auch im Sommer kann es Schwierigkeiten geben, wenn dort Lkw Sand oder Erde von ihrem Ladegut verlieren und die Straße rutschig wird", diese Stelle ist die einzige "Schikane" der Gnadenwalder Straße, die gehört entschärft", so Huber weiter.
Auch wegen der Lärmbelästigung macht sich Huber keine Sorgen: "Die nächste Siedlung in Mils liegt 40 Höhenmeter tiefer, der Lärm breitet sich aber immer nach oben aus."
Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es nocht nicht. Zuerst muss der Milser Gemeinderat zustimmen, dann braucht es eine straßenbaurechtliche Baubewilligung, dann ist noch das Wasserrecht und der Umweltschutz zu beachten. Schließlich muss dann das Bauvorhaben noch vom Land Tirol finanziert werden, es könnte also noch einige Jahre dauern.
Link zum KOMMENTAR: Keine Rennstrecke nach Gnadenwald bauen
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nina rödlach aus Hall-Rum | 07.10.2014 | 12:10   Melden
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