09.11.2016, 09:23 Uhr

Einbahnregelung soll Verkehrsprobleme in Thaur lösen

Engstelle: Die Kreuzung Dörferstraße/Auweg soll umgebaut und völlig neu gestaltet werden.

Im Zentrum von Thaur soll man zukünftig am Auweg nur noch bergauf, am Lorettoweg nur mehr bergab fahren können.

THAUR. Der Auweg, die Zufahrt von der B171 zum Dorf, wurde vor einigen Jahren großzügig ausgebaut, Autofahrer, Fußgänger und landwirtschaftliche Fahrzeuge haben eigene Fahrspuren. Kurz vor dem Ortszentrum endet jedoch die neue Straße und gabelt sich in den alten Auweg und den Lorettoweg, die wesentlich enger und nicht immer zweispurig sind.
Das führt zu Verkehrsbehinderungen, außerdem fühlen sich Fußgänger und Radfahrer dort nicht mehr sicher, weil der Auto- und Lkw-Verkehr oft die ganze Straßenbreite beansprucht.
Bei der Gemeindeversammlung am vergangenen Freitag wurde den Thaurern von der Gemeindeführung eine neue Idee präsentiert. In einem Jahr, wenn die Baustelle beim alten Schützenwirt abgeschlossen und die Kreuzung Auweg/Dörferstraße vom Land Tirol umgebaut ist, will man es mit einer Einbahnregelung versuchen.
Ab der Weggabelung Auweg/Lorettostraße soll man dann auf dem Auweg nur mehr bergauf/Richtung Norden und am Lorettoweg nur mehr bergab/Richtung Süden fahren können.
"Weil der Gegenverkehr wegfällt, kommt es zu weniger Verkehrsbehinderungen. Die Fußgänger könnten sich wesentlich sicherer fühlen, weil der Verkehr nur mehr aus einer Richtung kommt. Außerdem könnte man Gehsteige verbreitern bzw. neu einrichten", meinte Bgm. Christoph Walser.
Man wolle Ende 2017 einen Versuch starten und schauen, ob sich die Einbahnregelung bewährt. "Wir werden die betroffenen Bürger einbinden und uns ganz genau anschauen, wie das funktioniert. Der Gemeinderat und ich wollen nicht einfach von oben her etwas verordnen, sondern mit der Bevölkerung die beste Lösung für das Verkehrsproblem finden", so Walser.

Weitere Umfahrungen

"Es fahren immer noch viele Autos mitten durch Thaur, die nach Rum wollen. Optimal wäre eine eigene Zufahrt nach Rum gleich vom Kreisverkehr im Thaurer Gewergebiet Richtung Nordwesten. Leider ist aber der Rumer Gemeinderat dagegen – da können wir nichts machen, sondern nur auf ein Umdenken hoffen", meint Walser.
Auch im Osten von Thaur denkt man an eine Verkehrsentlastung. Vom Essacherweg könnte eine Abzweigung Richtung Absam gebaut werden, welche die Anrainer, die im Bereich Essacherweg/Dörferstraße wohnen, entlastet. Allerdings ist hier die Finanzierung völlig offen.
KOMMENTAR: Einbahnstraßen als Lösung für Thaur
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