25.04.2014, 15:20 Uhr

Jugendliche werden in Mils fit für den Arbeitsmarkt gemacht

Eveline Gundolf leitet das neue Ausbildungszentrum für Jugendliche in Mils
Leider gibt es auch im österreichischen Sozialsystem Lücken. Jugendliche, die nach der Pflichtschule nicht arbeiten, keine weitere Ausbildung machen bzw. Schule oder Lehre abbrechen, sind nur schwer zu erreichen. Deswegen starten österreichweit, finanziert vom Bundessozialamt und AMS, AusbildungsFit-Pilotprojekte. Im Milser Gewerbepark wurde das erste derartige Tiroler Projekt gestartet und vom Verein TAfIE umgesetzt.
AusbildungsFit bietet Jugendlichen und jugen Erwachsenen, die im Anschluss an die Pflichtschulzeit nicht den Schritt zu einer weiteren Ausbildung oder in die Arbeitswelt schaffen, Unterstützung und eine Möglichkeit zur Nachreifung und Entwicklung.

Evelin Gundolf, die das AFit leitet, wohnt selbst in Mils und hat schon jahrelange Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen, vor Jahren leitete sie auch das Milser Jugendzentrum.
"Wir unterstützen unsere Teilnehmer bei ihrer individuellen Nachreifung. Das Projekt ist auf ein Jahr angelegt, um die Jugendlichen beim Übergang in ihren nächsten Ausbildungsschritt bestmöglich zu begleiten. Im Mittelpunkt stehen die Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit unterschiedlichen Hintergründen und Voraussetzungen zu uns kommen", erklärt Gundolf.
AFit bietet Unterstützung bei der persönlichen Reifung, der Abklärung und Entwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen, dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen und dem Einstieg in den Arbeitsmarkt bzw. in den nächsten Ausbildungsschritt.
"Wir sind davon überzeugt, dass junge Menschen, die in der Arbeitswelt ohne Unterstützung zuerst nur schwer Fuss fassen können, mit entsprechender Begleitung und ausreichend Zeit zur persönlichen Entfaltung ihre Talente und Fähigkeiten dahin entwickeln können, dass sie die für sie passende Ausbildung ergreifen und damit zu wertvollen Mitarbeiter für Firmen und Betriebe werden", so Gundolf.
Link zum Kommentar "Jeder verdient eine zweite Chance"
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