19.09.2014, 14:17 Uhr

Bauern setzen auf neue Gemüsesorten

vl: Wendelin Juen, Jürgen Bodenseer, MarcusWörle, Josef Hechenberger, Josef Schirmer
Josef Schirmer, Obmann der Tiroler Gemüsebauern, blickte beim Gemüsefest auf der Rumer Alm auf ein Jahr mit schwierigen Witterungs- und Marktbedingungen zurück. „Jetzt hoffen wir auf eine gute Ernte im Herbst“, zeigte sich Schirmer zuversichtlich. Er betont, dass er sich gerne für die Bauern einsetzt, weil er viel Unterstützung von der sehr aktiven und innovativen Gruppe erfährt. „Mit dem Lebensmittelhandel und der Wirtschaftskammer Tirol gibt es ein sehr gutes Gesprächsklima", freut sich Schirmer.

Neue Gemüsesorten

Alfred Unmann von der Landwirtschaftskammer Tirol mach jährlich Anbauversuche mit neuen Gemüsesorten. Auf der Rumer Alm zeigte er Highlights aus den diesjährigen Anbauversuchen. „Neben neuen Radicchio-Typen überrascht vor allem die sehenswerte Vielfalt bei Zucchini“, hebt Unmann hervor. „Die Früchte sind nicht nur grün und länglich sondern auch gelb, weiß oder sogar gestreift. Die Formen reichen von lang über keulig, kugelig bis hin zu tellerförmigen Sorten“, gibt Unmann Einblick in die verschiedenen Sorten. „ Ich hoffe, dass in Zukunft diese bunte Vielfalt verstärkt zu den Konsumenten kommt“, blickt Unmann in die Zukunft.

Regionalität geht weiter

Präsident Josef Hechenberger (Landwirtschaftskammer Tirol) hebt den Fleiß und die Innovationskraft der Gemüsebauern hervor, die mehr als 60 verschiedene Gemüsearten in Tirol anbauen. „Ich wünsche mir für die gesamte Landwirtschaft, dass Vertrauen und Anstand das Verhältnis mit Handel und Verbrauchern bestimmen“, betont Hechenberger. „Schleuderangebote mit wertvollen Lebensmitteln, wie es derzeit bei der Milch passiert, verurteile ich ausdrücklich“, zeigt sich Hechenberger besorgt über den Preiskampf im Handel.

Jürgen Bodenseer, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, unterstreicht sein Bekenntnis zu Regionalität sowie zu kurzen Transportwegen. „Was mit Lebensmitteln aus der Region begonnen hat und sehr erfolgreich ist, kommt mittlerweile auch bei anderen Wirtschaftsbereichen an“, spürt Bodenseer einen positiven Trend zur Regionalität. „Ich sehe noch viele Chancen und Möglichkeiten in einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus“, bekräftigt Bodenseer.

Margarethe Reichsthaler, Obfrau der Genussregionen Österreich, erklärte: „Sichere und regionale Lebensmittel sind zentrale Themen. Die Marke ‚Genussregion‘ hat eine enorme Bekanntheit. Es gilt durch Qualitätssicherung die Verbrauchererwartungen weiterhin zu erfüllen.“
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