Klangvoll mit dem Zug durch`s Feistritztal

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Unter anderem schrieb er: „Auf der eisernen Straße heran kam ein kohlschwarzes Wesen. Es schien anfangs stillzustehen, wurde aber immer größer und nahte mit mächtigem Schnauben und Pfustern und stieß aus dem Rachen gewaltigen Dampf aus. Und hinterher – „Kreuz Gottes“ rief mein Pate, „da hängen ja ganze Häuser dran!“ Und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe heraus, und schrecklich schnell ging's, und ein solches Brausen war, dass einem der Verstand stillstand. Das bringt kein Herrgott mehr zum Stehen! Da hub der Pate die beiden Hände empor und rief mit verzweifelter Stimme: „Jessas, Jessas, jetzt fahren sie richtig ins Loch!“ Knappe 100 Jahre nach dem Tod des großartigen Poeten wurde – vielleicht ganz unbewusst – Eisenbahn und Kunst, in diesem Falle die Musik in einer angenehmen Form vereint. Und wieder waren es die Menschen rund um die Heimat des Ausnahme-Schriftstellers – in diesem Fall die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Krieglach mit ihren Außenstellen in Ratten, St. Kathrein a. H und Rettenegg unter der Leitung des großartigen, sympathischen Direktors der MS Krieglach, Mag. Ludwig Gruber, die gemeinsam mit Alexandra Schönauer, der motivierten Geschäftsführerin der Feistritztalbahn GmbH und dem volksnahen Bürgermeister der Gemeinde Raten, Thomas Heim die Idee, mit der Feistritztalbahn von Birkfeld aus über Anger nach Weiz und zurück mit musizierenden jungen Musikern an Bord der insgesamt 6 Waggons zu platzieren, in die Tat umgesetzt.

Diese Idee wurde vom Publikum durch regen Besuch belohnt. Bei der Zwischenstation in Anger traten die insgesamt 60 Musiker, detailliert der Kinderchor (20 Kinder), Blockflöten (10 Kinder), Holz- und Blechbläser (20 Kinder) und Volksmusiker (10 Kinder) musikalisch gemeinsam mit ihren Lehrern: Mag. DDr. Rudolf Gstättner, Mag. Magdalena Feldhofer, Mag. Michael Hofbauer, MMag. Martin Lueger, ML Heribert Prinz, Mag. Stefan Hausleber, Mag. Franz Schalk, ML Klement Feichtenhofer und MDir Mag. Ludwig Gruber zu einem vielumjubelten, gemeinsamen Konzert auf. Sogar der Himmel war derart angetan, dass er nicht anders konnte, als ein paar Tränen der Rührung von oben herunterzuschicken! Während der gesamten Fahrt wurde in den Waggons musiziert und auch Bürgermeister Heim spielte seinen Blechbassinstrument, gemeinsam mit dem Mißebner – Trio voller Inbrunst fehlerlos mit, wofür er besonderes Lob erntete. Da etliche Passagiere sich nicht entscheiden konnte, entweder die schöne Herbstlandschaft durch das Feistritztal zu genießen, oder eben der wunderbaren Musik zu lauschen, begaben sie sich in den Gastrowagen, um sich „geistig“ zu orientieren – ganz zur Freude des sympathischen Schankpersonals!

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