Der „diabetische Fuß“ in Vorau

v.l.n.r.: Obmann Robert Riegler, Dr.Alexander Pötscher mit Frau
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Wie macht das bloß der Robert Riegler, Obmann der Selbsthilfegruppe der Vorauer Diabetiker, dass er bei seinen jährlich durchschnittlich sechs Veranstaltungen immer wieder extrem hochkarätige Referenten zum Kutscherwirt nach Vorau bringt, wie zuletzt den äußerst kompetenten und symphytischen Chirurgen und Wundmediziner Dr. Alexander Pötscher. Gleich zu Beginn zählte Dr. Pötscher einige beeindruckende statistisch erhobene Zahlen über das Thema „der diabetische Fuß“ auf. So gibt es österreichweit 600.000 gemeldete Diabetiker, und wenn man die „Nichtgemeldeten“ mitschätzt, so kommt man österreichweit auf 800.000 Diabetiker! Davon werden 300 Österreicher jährlich dialysepflichtig und 200 Menschen erblinden dadurch jährlich! Und am meisten schockierend ist die Tatsache, dass alle 50 Sekunden weltweit ein Mensch an Diabetes stirbt, was nicht weniger als 10.000 Menschen betrifft.
Das Problem dabei ist, dass der diabetische Fuß schweigt, während der Zucker schön langsam seine Arbeit verrichtet und dabei unbemerkt den Fuß zerstört. Und wenn es der Patient nicht merkt, dann schweigt er logischer Weise, weil er gar nicht mitbekommt, was mit ihm passiert. Der Zucker ist ein „Damoklesschwert!“ Um die „Grausamkeit“ dieser Krankheit richtig zu veranschaulichen, zeigte Dr. Pötscher einige schockierende Folien, die mehr aussagten als 1.000 Worte und bei denen er – wie er betonte – anfangs mit sich selbst haderte, sie überhaupt zu präsentieren. Im Nachhinein gesehen, war das eine gute Entscheidung, denn sie ließen für jeden Besucher „die Alarmglocken“ läuten und unterstrichen damit optimal die Wichtigkeit dieses Themas.
Medizinisch gesehen ist eine Amputation kein großes Problem, aber dass damit die Lebensqualität des Patienten und nicht selten auch seiner Angehörigen abnehmen, sollte man diese Möglichkeit auf jeden Fall überdenken, wobei in erster Linie Kontrolle, Vorsorge und derartige Vorträge und Informationen zur Vermeidung solcher Situationen vorbeugen sollten. Das Schlimmste was dem Patienten passieren kann, sind Blutvergiftungen. Da Keime einfach überall sind, bedeutet ein offener Fuß für sie eine ideale Eintrittspforte. Daher ist Hygiene von absoluter Wichtigkeit. Dagegen schützen kann man sich durch eine optimale Fußpflege. Der Fuß eines Diabetikers muss genau so weich sein wie ein „Baby – Popo!“
Kurz, aber prägnant ausgedrückt sagte Dr. Pötscher: „Nehmt eure Füße in die Hand! Und ganz wichtig dabei: Es müssen täglich beide Füße kontrolliert werden.“ Die Botschaft von Dr. Pötscher lautete: Niemals aufgeben, immer weiterkämpfen, Immer achten, dass alles passt! Neben dem Vortragenden gebührt auch Obmann Robert Riegler ein großes Lob ausgesprochen, weil dieses Thema aktuell und von extremer Wichtigkeit ist, und nicht nur für Diabetiker. Und nicht zuletzt freute sich auch Wolfgang Romirer, der Kutscherwirt mit seinem Superteam über die zahlreichen Gäste!

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