Sandro Werbanschitz: "Glück ist wie ein Schmetterling"

Der Fürstenfelder Sandro Werbanschitz ist Gründer und Kopf des Vereins "Kid? never give up your dream". Mit der WOCHE blickte auf auf ein ereignisreiches Jahr 2016.
  • Der Fürstenfelder Sandro Werbanschitz ist Gründer und Kopf des Vereins "Kid? never give up your dream". Mit der WOCHE blickte auf auf ein ereignisreiches Jahr 2016.
  • Foto: Jean van Lülik
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Sandro Werbanschitz ist der Kopf von "Kid? Never give up your dream", der kranke Kinder sowie Familien nach Schicksalsschlägen unterstützt. Zum Jahreswechsel blickt er mit der WOCHE zurück auf ein ereignisreiches Jahr.

WOCHE: Du bist als "Kopf des Jahres" für die Ost- und Südoststeiermark in der Kategorie Soziales Gewissen nominiert. Was bedeutet dir diese Nominierung?
Sandro Werbanschitz: Natürlich freue ich mich darüber, aber um ehrlich zu sein, gebührt diese Nominierung nicht allein mir, sondern dem ganzen Verein und den Menschen, die dahinter stehen. Von der Nominierung erhoffe ich mir, dass sie uns für unsere Projekte noch mehr Türen öffnet.

Für was stehst der Verein "Kid? Never give up your dream"?
Wir leben in einer Zeit der Unsicherheit, Sorge und Angst. Mit meinem Projekt "Kid? Never give up your Dream" möchte ich ein wenig Mut in die Köpfe und Herzen der Menschen bringen. Viele kämpfen verbissen um ihr persönliches Glück, werden dabei aber nicht glücklich.

Wie definierst du dann Glück?
Glück ist wie ein Schmetterling: Jage ihm nach, und er flattert davon. Setzt du dich hin, lässt er sich auf deiner Schulter nieder. Zudem glaube ich, dass das Glück im "Du" liegt. Sich für andere Menschen einzusetzen, seinem Nachbarn oder Arbeitskollegen ein aufmunterndes Lächeln zu schenken und für eine bessere und gerechtere Welt zu kämpfen, macht nicht nur andere glücklich, sondern auch sich selbst.

Und dein persönliches Glück?
Für mich bedeutet Glück in der Früh aufzustehen und dankbar sein zu können, für mein Leben mit Menschen, die mich unterstützen und auf die man sich verlassen kann.

Wie vereinbarst du deine Arbeit und den Verein?
Obwohl ich immer viel zu tun habe, da meine Arbeit als Keyaccount Manager auch einiges abverlangt, sehe ich den Verein nicht wirklich als Arbeit, sondern als etwas, das mich erfüllt. Weil ich weiß was dahinter steckt, ist die Arbeit am Verein für mich kein Stress, sondern eine Herzensangelegenheit.

Wie ist das vergangene Jahr gelaufen?
Wirklich unglaublich gut. Wir wachsen sehr schnell. Insgesamt sind dieses Jahr rund 70.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Allein im vergangenen Jahr konnten wir 150 Kinder mit Rollstuhlzubehör, Therapien, Medizin oder Kommunikationsmittel unterstützen. Im Oktober konnten wir einen Kooperationspartner in Deutschland gewinnen und so einem Kind aus Frankfurt mit 3.000 Euro helfen.

150 Kinder - gibt es da eine Geschichte, die dich besonders berührt hat?

Mich berührt jede Geschichte. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir dieses Jahr aber das blinde Geschwisterpaar, denen wir mit unserem Verein Spezialbücher mit Blindenschrift finanziert haben. Die beiden haben mich berührt, weil die sie so viel Schönes auf der Welt nicht sehen können. Und es gibt täglich Wunderbares zu sehen.

Was ist für 2017 geplant?
Im kommenden Jahr haben wir vor, mehr Charity Nights und Charity Parties zu veranstalten. Auch möchten wir größere Projekte, wie die Finanzierung eines Therapiehundes angehen. Unsere Kooperation mit IAMS Katzenfutter ist dieses Jahr sehr gut gelaufen. Mit dem Verkauf konnten 30.000 Euro gesammelt werden. Diese Kooperation wird auch im neuen Jahr aufrecht bleiben.
Mein größter Wunsch für die Zukunft ist: Ich will das Wort "sparen" bei beeinträchtigen Kindern nicht sagen müssen.

Was steht vor Weihnachten noch an?
Zum einen vor allem die vielen Charity Märkte und Punschstände, an denen fleißig für unsere Projekte gesammelt wird. Auch die NMS Fürstenfeld hat jetzt im Dezember ein Spendenprojekt gestartet, das noch bis Ostern läuft. Dazu werden wir unseren Verein in der NMS vorstellen. Außerdem sind noch viele Dankesschreiben an die vielen Helfer abzuschicken, die den Verein erst zu dem machen was er ist.

Kann man sagen, dass "Kid? Never give up your dream" bereits zur Gemeinschaft gereift ist?
Auf alle Fälle. Ohne die vielen Menschen, wäre das was wir machen nicht möglich. In diesem Sinne möchte ich mich von ganzen Herzen bei allen bedanken, die uns stets so tatkräftig unterstützen. Der Verein bin ja nicht ich allein, sondern die vielen Menschen, die zusammengreifen - und das in ganz Österreich.

Interview: Veronika Lafer

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