Die Qualität wird sinken

Peter Breitenberger (Lebenshilfe Weiz), Horst Pessl (Leib & Söl), Christa Schantl (Sobeges), Helene Lexer (Christina lebt) und Fery Berger, Sprecher der Solidarregion.
  • Peter Breitenberger (Lebenshilfe Weiz), Horst Pessl (Leib & Söl), Christa Schantl (Sobeges), Helene Lexer (Christina lebt) und Fery Berger, Sprecher der Solidarregion.
  • hochgeladen von Anneliese Grabenhofer

Etwas gemildert wurden die Einsparungsmaßnahmen seitens des Landes im Behindertenbereich. Für viele Organisationen wird es trotzdem nicht einfach.

Als Resultat all der großen Proteste konnten doch Verbesserungen im Behindertenbereich erreicht werden. Dafür stark gemacht haben sich die Behindertenvereine „Christina lebt“, die Lebenshilfe Weiz, Sobeges Birkfeld, Leib & Söl aus Passail und die Chance B gemeinsam mit der Solidarregion Weiz. Insgesamt gab es drei Protestkundgebungen, in Weiz, Gleisdorf und eine vor der Burg in Graz.
Einsparen kostet Substanz
„Wäre es beim Erstentwurf der Einsparungsmaßnahmen geblieben, hätten wir das Wohnhaus zusperren müssen. Das ist so nicht der Fall. Leider ist alles, was hohem Hilfebedarf entspricht, gekürzt worden“, sagt Peter Breitenberger, Geschäftsführer der Lebenshilfe Weiz.
Personelle Einbußen wird es höchstwahrscheinlich beim Verein Leib & Söl geben. „Auf Grund der Einsparung wird uns das drei Posten kosten“, betont Horst Pessl, Geschäftsführer von Leib & Söl in Passail.
Nach jetzigem Stand können 80 % der Familien bei „Christina lebt“ weiter betreut werden. Für schwere Fälle gibt es nach wie vor keine Lösung. „Wäre es beim Erstentwurf geblieben, hätten wir das Zentrum gar nicht erhalten können. Davon betroffen wären 45 Dienstnehmer gewesen“, bringt es Helene Lexer, die Geschäftsführerin von „Christina lebt“ auf den Punkt. Eine Verbesserung des Gesetzes sei nur, so Lexer weiter, durch den persönlichen Einsatz gelungen, weil Betroffene sich gerührt haben und auf sich aufmerksam machten. Innerhalb von drei Tagen waren rund 300 Menschen auf die Straße gegangen, um zu protestieren. Familien hatten totale Angst. Auch die Unsicherheit war stark gegeben, denn der Entwurf war da und man wusste nicht, was wirklich kommt.
„Es ist so viel erreicht worden, dass man erst einmal damit leben kann. Es wird sicher nicht gleich bleiben, die Qualität wird sinken. Keine Ahnung, was wirklich mit Sonder-Härtefällen passieren wird. Denn die Strukturen sollen laut dem Land Steiermark gleich weitergeführt werden, allerdings mit weniger Personal“, betont Lexer.
Ebenso ist die Sozial- und Lernbetreuung sang- und klanglos untergegangen, ersatzlos gestrichen worden.
Wie es auf Grund der jüngsten Maßnahmen weitergehen wird, wird die Realität klar und deutlich aufzeigen. Auf alle Fälle wird es eine Einschränkung der Lebensqualität bedeuten, sind sich die Betroffenen einig.

Straßenfest „Christina lebt“ am Freitag, dem 10. Juni ab 13 Uhr in der Europa-Allee in Weiz.
Programm: MHS Weiz Schulband und SchülerInnen der 3. Klassen Theatergruppe Mir a! um 15 Uhr im Europasaal.
Dämmerschoppen ab 17 Uhr mit der Stadtkapelle Weiz und Wamperl Hasi.
Kinderprogramm!

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