Ein Jahr der Entscheidungen

Bundesminister Nikolaus Berlakovich besichtigte die Biogasanlage Tauschmann in Obgrün.
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Der Fürstenfelder Bezirkskammerobmann Kurt Tauschmann begrüßte im Rahmen seiner Visite in der Region den österreichischen Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb mit Biogasanlage in Obgrün in der Gemeinde Hainersdorf. Begleitet wurde der Bundespolitiker neben zahlreichen ÖVP- und Kammerfunktionären vom 2. Landtagspräsidenten Franz Majcen, dem Nationalratsabgeordenten Michael Prassl sowie vom Hartberger Bezirkskammerobmann Johann Reisinger.
Tauschmann hob im Zuge einer Betriebsführung hervor, dass für die Produktion von Lebensmitteln sowie auch beim immer stärker werdenden Zweig der ökologischen Energieproduktion eine zeitgemäße, fortschrittliche Landwirtschaft aus einem Mix aus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und öffentlichen Interessen bestehe. Auf die mit Tradition behaftete Agrarwirtschaft in der Oststeiermark als tragende Säule bezog sich Majcen in seinen Ausführungen. "Die Oststeiermark, die sich erst in Friedenszeiten einen bescheidenen Wohlstand erarbeiten konnte, war schon immer eine fruchtbare Gegend mit fleißigen Menschen. Hier ist die Landwirtschaft nicht nur eine wichtige Säule sondern auch eine, die starken Veränderungen unterzogen ist", so Majcen.

Innovativer ländlicher Raum

"Die Landwirtschaft ist auf dem Scheideweg zwischen Agrarindustrie oder einer ökologischen, nachhaltigen Landwirtschaft. Wir haben vor, trotz Sparpakets die Entwicklung des ländlichen Raums zu forcieren", fand Berlakovich zunächst lobende Worte für die Region Fürstenfeld, die er in agrarwirtschaftlicher Hinsicht als innovativ bezeichnete. Der Minister berichtete über die Vorbereitungen auf das EU-Budget für die Periode 2014 bis 2020 und kritisierte den Vorschlag des EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuys, das Agrarbudget für die ländliche Entwicklung Österreichs um 30 Prozent zu kürzen. Dies käme einer Landflucht mit verlassenenen Dörfern und Bauernhöfen gleich, so Berlakovich. Er werde die Einschnitte von Seiten der EU nicht widerstandslos hinnehmen und auch auf nationaler Ebene dafür sorgen, dass Gelder wie etwa für thermische Sanierungen oder den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen. Für die Steiermark sagte finanzielle Unterstützung für den Ausbau des Hochwasserschutzes zu.

Keine Experimente mit der Sicherheit

"Das Jahr 2013 ist ein Jahr der Entscheidungen. Mit der Volksbefragung zur Wehrpflicht steht nun die wichtige Entscheidung über die Sicherheit des Landes an. Wir wollen das die allgemeine Wehrpflicht bestehen bleibt, denn sie ist Grundvoraussetzung für den Zivildienst", unterstrich Berlakovich die Linie der ÖVP zu Wehrplicht und Zivildienst. Noch vor einem Treffen mit ÖVP Funktionären in der Stadt Fürstenfeld besuchte der Minister einen landwirtschaftlichen Betrieb in Gschmaier bei Ilz, wo ein Zivildiener mitarbeitet. In der Steiermark waren 2012 auf 28 Bauernhöfen hervorgerufen durch eine längerfristige Notsituation 13 Zivildiener im Einsatz.

Autor:

Waltraud Wachmann aus Hartberg-Fürstenfeld

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