Fürstenfeld beugt der Hochwassergefahr vor

Mit effizienten Schuztmaßnahmen wird Unwettern und Überschwemmungen künftig Paroli geboten.
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  • Mit effizienten Schuztmaßnahmen wird Unwettern und Überschwemmungen künftig Paroli geboten.
  • Foto: Stadtgemeinde Fürstenfeld
  • hochgeladen von Waltraud Wachmann

Beinahe der gesamte Fürstenfelder Stadtteil Altenmarkt sowie Teile Fürstenfelds liegen im Gefahrenbereich eines hundertjährigen Hochwassers (HQ-100). Langjährige Verhandlungen mit Grundstückseigentümern in Altenmarkt über Grundstücksablösen zur Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen führten nicht zum gewünschten Erfolg und verhinderten einen wirksamen Schutz. Daher wurde 2016 seitens der Stadtgemeinde Fürstenfeld die Ausarbeitung einer förderfähigen Alternativvariante für die Errichtung eines Retensionsbeckens im Westen von Altenmarkt in Auftrag gegeben.

Die Chronologie

Aufgrund der brisanten Situation wurden schon im Frühsommer 2008 die Ergebnisse einer Hochwasser-Abflussuntersuchung für die Feistritz vorgestellt. Drei Jahre später gab es ein fertiges Konzept für das Hochwasserschutzprojekt "Altenmarkt West". Die Errichtung eines Hochwasser-Rückhaltebeckens mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro zur Entlastung des Überflutungsraumes der Feistritz samt Hühnerbach und einmündenden Bächen sollte zur Eindämmung der Hochwassergefahr führen. Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens war die Bereitstellung aller im Plan ausgewiesenen Flächen, welche für die Baumaßnahmen erforderlich waren.
Trotz folgenschwerer Konsequenzen für die Bevölkerung der 2013 noch eigenständigen Gemeinde Altenmarkt wie der Hochwassergefahr, keiner Möglichkeit einer Ausweisung von neuem Bauland oder der Rückwidmung von Bauland in Freiland ließen sich nicht alle Grundstückseigentümer überzeugen.

Die Lösung

Das Ziviltechnik-Ingenieurbüro TDC ZT-GmbH erstellte daher im Vorjahr einen neuen Plan für die Errichtung eines Rückhaltebeckens nördlich der ursprünglichen Variante zur Regulierung der Abflüsse aus Hühnerbach und Schröttenbach. Gemeinsam mit Erich Prem vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung gelang es nun Bürgermeister Werner Gutzwar und Vertretern der zuständigen Abteilungen der Stadtgemeinde mit den sechs betroffenen Grundstückeigentümern die Ablöse auszuverhandeln.

Die Ablöse

Über das Entgegenkommen der Grundeigentümer zeigte sich der Fürstenfelder Bürgermeister Werner Gutzwar schlussendlich erleichert. „Unser großer Dank gilt der Kooperationsbereitschaft der Altenmarkter Grundstückseigentümer. Mit der Bereitschaft, sich insgesamt 62.700 Quadratmeter ablösen zu lassen wurde die Basis für den so wichtigen Hochwasserschutz gelegt", so Gutzwar. Auch Finanzstadtrat Christian Sommerbauer, der selbst viele Gespräche geführt und immer wieder auf die enorme Bedeutung dieses Projekts für Altenmarkt hingewiesen hatte, sprach von einem historischem Ereignis mit positiven Auswirkungen für die Ortsteilentwicklung.

Mit effizienten Schuztmaßnahmen wird Unwettern und Überschwemmungen künftig Paroli geboten.
Bgm. Werner Gutzwar: "Für den Hochwasserschutz haben die Grundeigentümer auch Veränderungen bei der landwirtschaftlichen Nutzung in Kauf genommen."

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