Neuregelung ab 1. April
Gesundheitstelefon ersetzt ab April Ärzte-Notdienst

24 Regionen regeln den neuen Bereitschaftsdienst in der Steiermark: der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wird in die Regionen "11" (Altbezirk Hartberg) und "13" (Altbezirk Fürstenfeld) aufgeteilt.
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  • 24 Regionen regeln den neuen Bereitschaftsdienst in der Steiermark: der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wird in die Regionen "11" (Altbezirk Hartberg) und "13" (Altbezirk Fürstenfeld) aufgeteilt.
  • Foto: gesundheitsversorgung-steiermark.at
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Alles neu macht der April: Ab 1. April werden die Ärzte-Sprengel zu Regionen zusammengefasst. Grundlage dieser Einteilung ist die vorgeschaltete Triage durch das Gesundh​eitstelefon​. Die WOCHE hat sich die Änderungen für den Bezirk Hartberg-Fürstenfeld angeschaut.

HARTBERG-FÜRSTENFELD. Der steirische Gesundheitsfonds des Landes Steiermark reagiert auf den spürbaren Ärztemangel mit einer Neuorganisation des Bereitschaftsdienstes. Da der Wochentagsnachtdienst teilweise bis zu 50 Prozent unbesetzt sei, und auch am Wochenende einzelne Sprengel durch Stellenbesetzungsprobleme mangelhaft versorgt sind, wäre eine flächendeckende Versorgung durch den derzeitigen Bereichtschaftsdienst nicht gegeben, erklärt, Projektleiter des Gesundheitsfonds Steiermark, Andreas Martischnig.
Die gravierendsten Änderungen: die aktuellen Ärztesprengel werden aufgelöst und in Regionen zusammengefasst. Für Hartberg-Fürstenfeld bedeutet das, dass aus den bisherigen 10 Sprengel zwei Regionen entstehen, nämlich die Region 11 (Altbezirk Hartberg) und Region 13 (Altbezirk Fürstenfeld).

Visitendienst statt Wochenenddienst

Die Wochenenddienste in der herkömmlichen Form wird es künftig nicht mehr geben, sondern als reiner Visitendienst (Montag bis Freitag von 18 bis 24 Uhr und am Wochenende und feiertags von 7 bis 24 Uhr) neu organisiert.
Dabei sind Montag bis Freitag mindestens ein und am Wochenende und feiertags zumindest zwei Bereitschaftsärzt neben geöffneten Ordinationen je Region tätig. "Die Ärzte sind wie bisher berechtigt ihre Ordinationen zu öffnen", erklärt Martischnig.  Ab Mitternacht übernimmt außerhalb von Graz der Rettungsdienst des Roten Kreuzes die Betreuung.
Für den neuen Bereitschaftdienst können sich die Ärzte freiwillig für den Dienst als Visitenarzt melden. Das "Diensteinteilen" im Sprengel entfällt in Zukunft, denn es wird eine zentrale Koordinationsstelle für die gesamte Steiermark geben. Für den Bezirk Hartberg-Fürstenfeld hätten sich laut Martischnig bereits 30 Ärzte gemeldet.

"Bereitschaftsdienst muss lernfähig sein"

„Die Freiwilligkeit des Wochenenddienstes wird von Kassenärztinnen und -ärzten sehr begrüßt“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner. Seitens der Spitalsärztinnen und -ärzte gäbe es aber die große Sorge, „dass die Ambulanzen in der Nacht, wenn es von 24 bis 7 Uhr in der Früh keinen Bereitschaftsdienst gibt, deutlich mehr belastet sein werden“.
„Daher“, so Lindner, „ist eine laufende Beobachtung der etwaigen Veränderung bei der Ambulanz-Beanspruchung unumgänglich“. Eventuell notwendige Anpassungen des Bereitschaftsdienstes müssten dann auch unmittelbar stattfinden und nicht erst nach Ablauf des Projekts in drei Jahren.
"Das Wohl der Patienten stehe im Mittelpunkt und man werde konstruktiv mitarbeiten", heißt es von regionaler Ärzte-Seite, jedoch wolle man vor einer Stellungnahme den Start des neuen Bereitschaftsmodells abwarten.

1450 - die Nummer des Gesundheitstelefons 

Grundlage für die neue Regelung ist die vorgeschaltete Triage durch das Gesundh​eitstelefon, das ab 1. April unter der Nummer "1450" 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag erreichbar ist. Hier erhält der Anrufer von einem medizinisch geschulten diplomierten Krankenpflegepersonal Auskunft, was er selbst tun kann oder wohin er sich wenden soll. In dringenden Fällen wird ein Visitenarzt geschickt.
Da das Gesundheitstelefon in der Leitstelle des Roten Kreuzes angesiedelt ist, bleibt auch die bisherige Nummer des Ärztenotdienstes weiterhin gültig , um direkt an diensthabende Ärzte weiterzuleiten. Notfälle werden sofort und direkt an Notärzte weitergeleitet.

Gravierenste Neuerungen:

  • Bisherige Ärzte-Sprengel des Bezirks werden zu Regionen zusammengefasst. Region 11 (Altbezirk Hartberg), Region 13 (Altbezirk Fürstenfeld)
  • Ärztenotdienst: Bisher haben Dienste zwölf Stunden gedauert – von 19 Uhr bis 7 Uhr in der Früh. Im neuen System werden Dienste nur mehr sechs Stunden dauern (18 bis 24 Uhr). Ab 24 Uhr übernimmt außerhalb von Graz der Rettungsdienst.

Wichtige Notdienst-Nummern immer griffbereit

  • Gesundheitstelefon: 1450
  • Ärzte-Notdienst: 141
  • Rettung: 144

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