Hartberg: Eine Ära geht zu Ende
GI Josef Gruber: Eine Spürnase hört auf zu „schnüffeln“

Gruppeninspektor Josef Gruber (r.) und Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Martin Spitzer blättern in alten Erinnerungen.
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  • Gruppeninspektor Josef Gruber (r.) und Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Martin Spitzer blättern in alten Erinnerungen.
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Gruppeninspektor Josef Gruber, Mitglied der Kiminaldienstgruppe Hartberg, verabschiedet sich in den Ruhestand.

HARTBERG. Mehr als 37 Jahre lang war Gruppeninspektor Josef Gruber Beamter in der Polizeiinspektion Hartberg. Seine große Leidenschaft galt immer dem Kriminaldienst. Mit 1. Dezember verabschiedet sich der „Polizist aus Leidenschaft“ in den wohl verdienten Ruhestand. Für die Woche die passende Gelegenheit, Rückschau auf das bewegte Berufsleben zu halten.

Der Prostituiertenmörder

„Einer meiner ersten großen Fälle war war noch während meiner Zeit am Posten in Kainbach bei Graz in den frühen 80er Jahren“, erinnert sich Josef Gruber. Aus der Bevölkerung kam der Hinweis, dass sich ein seit längerer Zeit gesuchter Mörder von zwei Grazer Prostituierten in einer Mansardenwohnung aufhält. „Mit einem Kollegen bin ich im Dienst-VW-Käfer hingefahren und es ist uns gelungen, den zweifachen Mörder festzunehmen. Heute wäre das sicher nur mehr mit einem Cobra-Einsatz möglich“, so Gruber.

Dank und Anerkennung: Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Martin Spitzer (l.) dankte Gruppeninspektor Josef Gruber für den Einsatz.
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Der „Maskenmann“

Einer der größten Erfolge war die Ausforschung des „Maskenmannes“, der Anfang der 2000er-Jahre ganz Kapfenberg über mehrere Monate in Atem hielt. Zur Aufklärung der fast 20 versuchten Vergewaltigungsfälle wurde damals eine eigene Sonderkommission eingerichtet, der auch Josef Gruber angehörte. Gemeinsam mit einem Feldbacher Kollegen gelang es ihm nach mehrmonatiger Ermittlung den Erstkontakt zu einem 19-jährigen Kapfenberger herzustellen, der schließlich als Täter überführt werden konnte. „Ganz Kapfenberg atmet auf“ titelte damals die Fachzeitschrift „Der Kriminalbeamte“.

Die „Begräbniseinbrecher“

Zwei Täter – ein Slowene und ein Südsteirer – hatten sich auf Einbrüche während Begräbnissen spezialisiert und so rund 270 Einbruchsdiebstähle mit einer Schadenssumme von rund 600.000 Euro ausgeübt. Nach langwierigen, akribischen Ermittlungen gelang es, die beiden Täter auszuforschen und Schmuck im Wert von rund 300.000 Euro sicherzustellen.
Und es sind unzählige weitere Delikte – von Einbrüchen über Raub und größere Diebstähle bis hin zu schweren Körperverletzungen und Mord, die ohne die Arbeit von Josef Gruber nicht aufgeklärt hätten werden können.

Eine Ära geht zu Ende

„Ich war mit großer Leidenschaft und vollem Einsatz Polizist, mein besonderes Interesse galt immer dem Kriminaldienst. Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, dann werde ich wieder Polizist“, so das Resümee von Josef Gruber anlässlich seines Pensionsantrittes.
Und auch von seinem Chef, Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Martin Spitzer, wird Josef Gruber nur das beste Zeugnis ausgestellt: „Eine Ära geht zu Ende. Mit Josef Gruber verlieren wir nicht nur ein echtes Urgestein am Posten in Hartberg, sondern einen echten Kriminalbeamten mit Leib und Seele, den sein Spürsinn und sein hohes Engagement auszeichnen.“
Für seine Verdienste wurde GI Josef Gruber bereits vor zehn Jahren von Bundespräsident Heinz Fischer die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich, die höchste Auszeichnung für Polizeibeamte, verliehen.

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